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Das Liebesverbot

Richard Wagner/ Mariame Clément
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Opéra national du Rhin (Strasbourg) | 08/05/2016 - 22/05/2016 | 5 Vorstellungen
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La Filature (Mulhouse) | 03/06/2016 - 05/06/2016 | 2 Vorstellungen
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Wagner’sche Ekstase

Was hatte der damals unerfahrene Musikstudent sich da vorgenommen… 25 Jahre jung und fasziniert von dem Stück Maß für Maß von Shakespeare, verfasst er die absurde und schrille Oper Das Liebesverbot.

Es entsteht eine Komposition in zwei Akten, ungewöhnlich komisch, kaum in seinen späteren Stil einzuordnen – man kann das jugendliche Alter des Wagners in den Liedern und der euphorischen Atmosphäre spüren.
Liebesverbot, ist das Verbot des sizilianischen Karnevals durch den Stadthalter Friedrich, der den König während eines Besuchs in Neapel vertritt und einige Veränderungen in Angriff nimmt.
Friedrich, Sinnbild für das strenge, verfestigte Regierungssystem des 19. Jahrhunderts, versucht mit dem Karneval freie Sinnlichkeit zu unterdrücken, ist jedoch das beste Beispiel für die heuchlerische Sittentreue der damaligen Gesellschaft; Er selbst versucht eine Nonne zu verführen… Kein Einzelfall, in Wagners Oper bilden und lösen sich die Liebesintrigen, eine nach der anderen – die Absurdität des Alltags wird auf ihren Höhepunkt getrieben und man stellt sich heimlich die Frage, wie der Komponist es schaffte, dieses Stück durch die damalig herrschende Zensur zu bringen.
Vielleicht ahnte der König bereits die erste Erfolgslosigkeit der Vorstellung: Die Uraufführung im März 1836 in Magdeburg wurde zu einem Desaster. Wagner bekam bei Lebzeiten keine Gelegenheit mehr diese Oper als Erfolg zu präsentieren, dies gelang erst bei Wiederaufnahmen in München – dort wurde die skurrile und schrille Inszenierung gefeiert.

Das Liebesverbot  entlarvt die Doppelmoral der damaligen Gesellschaft und revoltiert gegen das strikte System: Eine komische Satire, politisch und frisch zugleich, perfekt  für alle Opernliebhaber, aber auch sehr geeignet für den ersten Einstieg. (C.S)

 


Etiketten:Wagner

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