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Ein eiskalter Atemzug

Pier Giorgio Morandi am Taktstock und Vincent Boussard als Regisseur erobern den Klassiker Verdis und enthüllen zugleich seinen dramatischen Atemzug und seine wirkliche Kälte.

Es ist einer der Klassiker unter den Klassikern. Dabei entfernt sich Verdi mit La Traviata von den historischen Personen und Themen, die die Geschichte der Oper füllen, um ein Werk seiner Zeit zu  präsentieren. Auf den Spuren der Geschichte La Dame aux camélias (Die Kameliendame) von Alexandre Dumas und inspiriert von dem Schicksal der Marie Duplessis, Kurtisane dessen Liebhaber der Schriftsteller war, verfolgt Verdi die Vergebung einer Frau, die auf der Schwelle zum Tod steht.
Violetta Valéry, Kurtisane der Oberschicht, von ihren Kindheitsträumen angetrieben, lässt sich zum ersten Mal auf eine ernsthafte Liebe mit dem jungen Alfredo ein. Eine unruhige Beziehung, in der die Liebe von den sozialen Zwängen und, letztendlich, vom Tod eingeholt wird.

Der Regisseur Vincent Boussard, dessen Les Pêcheurs de perles und L’Amico Fritz wir schon in der Opéra du Rhin gesehen haben, tritt hier einem Monument (die perfekte Weihnachtsoper!) entgegen. Er arbeitet dabei in erster Linie den wirklichen und eiskalten Atemzug, als den melodramatischen Aspekt des Schicksals Violettas, einer Liebe heraus, die die ganze Zeit von dem Unterton des Todes verfolgt wird.

Die musikalische Leitung übernimmt Pier Giorgio Morandi, Experte des italienischen Repertoires, die Kostüme sind von der Nadel Christian Lacroix und die anspruchsvolle Rolle der Violetta, die gleichzeitig ein Gesangs-und Schauspieltalent erfordert um die verführerische sowie ergreifende Kurtisane zu verkörpern, wird an die rumänische Sopranistin Ana-Camelia Stefanescu vergeben. Sie sahen wir schon in der Rolle der Ophelia in Hamlet, und, vor kurzem, in Platée an der Opéra du Rhin.
Dies verspricht eine bewegende Aufführung zu werden. (S.D.)

Die Tickets für die Vorstellungen in Mulhouse sind ausverkauft.

Foto : Alain Kaiser

 


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