Die Fachkonferenz ‹Dritte Orte› ist die erste Schweizer Tagung, die sich umfassend mit diesem Konzept befasst. Als Räume zwischen Zuhause und Arbeitsplatz werden Dritte Orte zunehmend zu einem zentralen Modell für den Kulturbetrieb. Mit der Konferenz lädt das Theater Basel am 5. und 6. Mai zu einer internationalen und interdisziplinären Standortbestimmung ein, bei der Beispiele aus verschiedenen Ländern, aktuelle Praxisberichte und theoretische Perspektiven vorgestellt und diskutiert werden.
«Kulturelle Institutionen entfalten ihre Zukunftsfähigkeit dort, wo sie sich als offene, gemeinschaftliche Räume verstehen – als Dritte Orte, die Begegnung ermöglichen und Teilhabe selbstverständlich machen», sagt Benedikt von Peter, Intendant und Künstlerischer Leiter der Oper am Theater Basel. Das Foyer Public geht auf seine Initiative zurück und wurde zum Ausgangspunkt eines umfassenden Veränderungs- prozesses hin zu mehr Öffnung und struktureller Erneuerung.
Foyer Public als Pionier:in der offenen Foyers
Seit der Spielzeit 2021/22 ist das Foyer des Theater Basel von Dienstag bis Sonntag, 11:00 bis 18:00 Uhr, öffentlich zugänglich – für alle. Damit nimmt das Haus im deutschsprachigen Raum eine Vorreiterrolle ein: Kein anderes Theater in den DACH-Ländern bietet vergleichbare Öffnungszeiten oder erprobt das Konzept ei- nes Dritten Ortes so konsequent. Mit seiner offenen Architektur bietet das Foyer Public den idealen Rahmen für die erste Schweizer Konferenz zu diesem Thema.
«Das Foyer Public versteht sich als offener und konsumfreier Raum, der vielfältigen, demokratischen und nachbarschaftlichen Austausch ermöglicht. Als Dritter Ort bie- tet es einen inklusiven Zwischenraum, in dem Kultur nicht nur präsentiert, sondern gemeinsam erlebt und weiterentwickelt wird», sagt Anja Adam, Co-Leiterin der Sparte Theater Public und eine der beiden Leiterinnen der Konferenz.

Was erwartet die Teilnehmenden?
Die Konferenz beleuchtet, welche Rolle Dritte Orte in kulturellen Institutionen heute bereits spielen und welches Potenzial sie für die Zukunft bergen. Anna Kleeblatt, die gemeinsam mit dem Theater Basel die Konzeption, das Programm und die Drama- turgie der Konferenz verantwortet, erläutert: «Unser Programm bringt Fachperso- nen aus Theatern, Museen, Bibliotheken und soziokulturellen Zentren mit Stimmen aus Verwaltung, Stadtplanung, Architektur und Zivilgesellschaft zusammen und richtet sich an Entscheidungsträger:innen, die sich mit der Zukunft öffentlicher kul- tureller Räume beschäftigen.»
Die Fachkonferenz wird zweisprachig gehalten (Deutsch und Englisch).
Inhalte und Referent:innen der Konferenz
Internationale Fallstudien und Erfahrungsberichte zeigen, wie Kulturinstitutionen durch räumliche, programmatische und strukturelle Öffnung neue Formen der Teil- habe ermöglichen. Dialogformate und Workshops bieten Gelegenheit, konkrete Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze für die Entwick- lung offener, lebendiger Orte zu erarbeiten.
Es sprechen unter anderem Tobias Bäcker (Geschäftsführer, Netzwerk Dritte Orte / pro loco), Barbara Buser (Architektin, baubüro in situ), Dr. Veronica Ehm (Wissen- schaftliche Mitarbeiterin, EDUCULT), Aat Vos (Creative Director, includi), Nelly Rig- genbach (Director Brand Experience, Novartis), Martin Colomer-Diez (Le CENT- QUATRE PARIS) und Anna Rose (Director, Space Syntax).
Die Liste aller Referent:innen sowie das Konferenzprogramm finden Sie unter www.dritteorte.ch.
Mit dieser Konferenz startet eine neue Reihe, die künftig jährlich in einer anderen Schweizer Stadt stattfinden wird. Ziel ist es, das Thema langfristig sichtbar zu ma- chen und kontinuierlich Impulse für die Weiterentwicklung kultureller Räume zu set- zen.
Die Konferenz wird unterstützt von der SKKG – Stiftung für Kunst, Kultur und Ge- schichte, der Beisheim Stiftung und der Fondation Sotto Voce.

































