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Opferrolle

Das Performance-Kollektiv She She Pop hinterfragt zusammen mit seinen Müttern die weibliche Opferrolle in Familie und Gesellschaft

Wer bringt eigentlich das Opfer in der Familie? Sind es die Mütter? Oder die Töchter? Das Performance-Kollektiv She She Pop geht dieser Frage gemeinsam mit ihren Müttern nach.
Nach Testament, in dem sie sich mit ihren Vätern mit dem Thema Erbe der verschiedenen Generationen auseinandergesetzt haben, ehren sie nun auf ihre Weise den 100. Geburtstag von Sacre du Printemps von Igor Stravinsky (auf deutsch, Frühlingsopfer, das der Aufführung seinem Namen gibt) in dem sie das weibliche Opfer hinterfragen, welches das Thema des Stückes ist.
Wer soll das Opfer darbringen? Wem muss eigentlich geopfert werden? Hat so ein Opfer überhaupt einen Sinn oder ist es nicht eine vollkommen überholte Norm, sich als Frau für andere aufzuopfern? Die religiöse Sphäre, die bei Strawinski im Vordergrund steht, wird dabei komplett ausgeblendet: Im Mittelpunkt von Frühlingsopfer steht hingegen die ethische Frage des Verzichts zwischen Frauen und Männern, Töchtern und Müttern. Und trotz aller Zweifel steht der Entschluss im Raum es zu versuchen – und zwar gemeinsam.

Foto © Dorothea Tuch

Einladungen zu verlosen unter den Mitgliedern des Club szenik (Teilnahme am Gewinnspiel vom 12. bis zum 23. Juni möglich)

Interview mit She She Pop auf schauinsblau.de 
Biografie des Kollektivs 
 Kritik des Spiegel über Frühlingsopfer


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