Le 1er web magazine spectacles | Grand Est transfrontalier
Das 1. webmagazin der darstellenden künste | Grenzüberschreitende Großregion

Eine Frau am Dirigentenpult

Orchestre Philharmonique de Strasbourg
Vergangene Vorstellungen anzeigen  
Palais de la Musique et des Congrès (Strasbourg) | 22/01/2015 - 23/01/2015 | 2 Vorstellungen
Alle einsehen 

Unendlich erhaben

Ein Konzertabend unter der Leitung von Julia Jones mit Werken von Mozart, Strauss, Britten und Mendelssohn.

1830 schrieb Felix Mendelssohn in Rom die Rohfassung seiner Sinfonie Nr. 4 in A-Dur, auch „Italienische“ genannt. Drei Jahre sollte er brauchen, um sie zu vollenden. Ihre Uraufführung fand am 13. Mai 1833 in London bei der Royal Philharmonic Society statt. An jenem Tag wehte ein italienischer Wind durch die britische Hauptstadt, so sehr hatte Mendelssohn aus seinen Erinnerungen geschöpft, um jenes Glück zu preisen, das er in den römischen Ruinen und der italienischen Landschaft fand. 

Wer weiß, vielleicht hat sich auch Benjamin Britten mehr als ein Jahrhundert später von diesem Wind mitreißen lassen. Seiner Komposition für Klavier und Streichorchester, Young Apollo – entstanden als Auftragsarbeit bei seiner Ankunft in den USA – ist seine Liebe zu Europa jedenfalls anzumerken. Eine Liebe, die er dem amerikanischen Publikum zu vermitteln suchte, nicht ohne sich auf neue Gebiete vorzuwagen… Als Inspirationsquelle für die Partitur diente ihm das unvollendete Gedicht Hyperion von John Keats. Leider verbannte sie der Komponist selbst aus seinem Repertoire und spielte sie nach seiner Erstaufführung zeit seines Lebens nicht mehr.   

Eine gute Lockerungsübung für Julia Jones sind Mozarts Sinfonie Nr. 7a G-Dur und die Burleske für Klavier und Orchester d-Moll von Strauss, die den Auftakt des Programms bilden. Die berühmte britische Dirigentin ist bekannt für ihre Sensibilität, ihre Präzision und ihre einzigartige Art, das Orchester das unendlich Erhabene der Werke, die es spielt, zum Ausdruck bringen zu lassen. Ein ganz besonderer Konzertabend also, der durch den Auftritt des herausragenden portugiesischen Pianisten Artur Pizarro zusätzlich geadelt wird. (E.A.)


Related Posts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

KUMA_Hiwa_k_MannheimKUMA_Hiwa_k_MannheimKUMA_Hiwa_k_Mannheim

SZENIK AUF INSTAGRAM


Szenik auf Facebook

Abonnieren Sie unseren zweimal im Monat erscheinenden Newsletter!