Nickname: Nussknacker
Choreograph Ivan Cavallari zeigt sich mit einer innovativen Interpretation Des Nussknackers und schafft es, den Zauber des Klassikers auf unser technologisches Zeitalter zu übertragen.
Nicht Heiligabend, kein Onkel Droßelmeier und auch keine nussknackende Holzfigur unter dem Weihnachtsbaum, die sich in einen charmanten Prinzen verwandelt – Diese Interpretation des berühmten Klassikers Der Nussknacker erhält nur noch die Grundzüge der klassischen Erzählung Tschaikowskys. Das Ballett wurde in ein zeitgenössisches Nussknacker Märchen verwandelt, wie es heute geschehen könnte.
Choreograph Cavallari möchte die Jugend ansprechen und damit auch alle, die jemals jung gewesen sind. Eine sentimentale und prägende Zeit, ständig auf der Suche nach der eigenen Identität – Erwachsen werden. An dieser Idee lehnen sich Kostüme und Szenografie an: Moderne, ausgefallene Kleidung und eine Bühne, die mit Waschmaschinen ständigen Austausch und Wechsel darstellt – Zeit des Ausprobierens: Wer bin ich und wer will ich sein? So ermöglicht die Technik Peter, komplementär Figur des Nussknackers, sich Clara zu nähern, ohne seine Identität preiszugeben. Dies gelingt ihm, indem er in einem Internetportal, unter dem Pseudonym „Nussknacker“, zur ihr Kontakt aufnimmt.
In dieser Interpretation werden die elementaren Grundideen des klassischen Stücks weiter gesponnen und erhalten durch Ihre Projektion auf das Hier und Jetzt, noch mehr Kraft und Identifikationsmöglichkeiten. So bleibt der hölzerne Nussknacker im Original doch nur ein Traum, in dieser Version jedoch, wächst Peter über sich hinaus und es kann zur realen Liebe kommen. Die Interpretation zeigt auf kreative und innovative Weise, dass sich die Veränderungen eines Werks nicht auf ihren Grundgedanken auswirken müssen – Träume und Sehnsüchte bleiben, egal in welchem Zeitalter. (C.S)
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