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Eine starke, freigeistige Frau kämpft in einer bigotten Gesellschaft für ihr Glück – mit schrecklichen Folgen. Operndirektor Christoph von Bernuth inszeniert mit Breaking the Waves ein packendes Drama nach dem preisgekrönten Film von Lars von Trier, das mit Martha Eason in der Hauptrolle unter die Haut geht. Oliver Helf hat für die Karlsruher Erstaufführung eine breite Simultanbühne geschaffen, auf der sich die unaufhaltsame Tragödie entwickelt, getragen von Missy Mazzolis eindringlicher Musik unter dem Dirigat von Giuseppe Barile.

Streng beäugt und kontrolliert lebt die freigeistige Bess in einer tiefreligiösen Gemeinde an der Küste Schottlands. Als sie den ortsfremden Jan heiratet, einen Arbeiter von den Bohrinseln und das Gegenteil eines gläubigen Calvinisten, empfindet sie das erste Mal in ihrem Leben Glück. Ein Glück, das jäh endet, als Jan durch einen Arbeitsunfall irreversibel querschnittsgelähmt wird. Um ihr weiterhin nah sein, ja um weiterleben zu können, soll Bess mit anderen Männern schlafen und ihm anschließend davon erzählen. Bess, die kurz vor Jans Unfall Gott angefleht hat, er möge ihren Mann früher als geplant nach Hause bringen, fühlt sich dadurch schuldig und entscheidet sich dazu, Jan seinen Wunsch zu erfüllen – mit schrecklichen Folgen.

Der gleichnamige, mehrfach preisgekrönte Film von Lars von Trier kam 1996 in die Kinos. Genau zwanzig Jahre später wurde er für die Opernbühne entdeckt und in Philadelphia uraufgeführt. Die hoch renommierte amerikanische Komponistin Missy Mazzoli hat die eindrückliche Musik dafür geschrieben, die den starken Figuren ebenso Raum gibt wie dem kritischen Blick auf eine bigotte Gesellschaft.

www.staatstheater-karlsruhe.de


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