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Discours à la nation

02. bis 06. Mai 2017 | 5 Auff. | Bruxelles | Théâtre national

Ein gewaltiger Regenschauer

Jeder braucht einen Regenschirm. Doch wenn uns dieser daran hindert, zu erkennen, was um uns herum passiert, dann sollten wir uns davon befreien. Um frei zu sein. 

Wer heutzutage von Klassenkampf spricht, wird oft als verkappter Kommunist abgestempelt. „Die Zeiten sind doch längst vorbei!“. Doch sind sie es wirklich? Was passiert tatsächlich unter den handgefertigten Schuhsohlen der Demokratie? In Discours à la nation lässt David Murgia die Dominierenden und die Dominierten zu Wort kommen. Denn, ja, Spaß beiseite, tun wir doch nicht so, als wären wir uns dessen nicht bewusst. Auf humorvoll, aber schmerzliche Weise lässt der Schauspieler die wahren Gedanken aus Direktoren, Politikern und anderen Superlativ-Positions-Hungrigen heraussprudeln. Wie werden die untersten Sprossen der sozialen Leiter marketinggerecht verkauft? Wie kann man die Termiten, die ihr Holz befallen, ausmerzen? Erstaunlicherweise, und dies zeigt David Murgia detailliert, sind es die Dominierenden, welche sich das soziale Vokabular angeeignet haben, um ihre Stellung zu rechtfertigen und die Dominierenden in den Treibsand aus selbstgefälligem Applaus und Rechtfertigungen zu stecken.
Der Text, geschrieben von Ascanio Celestini, schlägt keine Lösung vor, sondern gießt Öl ins Feuer, das lichterloh brennt. Zu Asche werden Gemeinschaftssinn, Hilfsbereitschaft und soziale Gerechtigkeit, wenn niemand aufsteht und sie vor einem staubigen Ende rettet. David Murgia hat sich eine Ritterrüstung aus Vorstellungskraft und Parolen angefertigt. Zwei Elemente, mit denen er exzellent vertraut ist und die er fabelhaft anwenden kann. Und das möchte er: Jeder Einzelne muss sich der Realität bewusst werden und fragen: Was kann ich dagegen tun? Was kann ich besser machen? Wie können wir die Schuhe der sozialen Ungerechtigkeit loswerden? (J.L.)

Foto © Hélène Legrand

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