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Feuriger Osten

Im Osten nimmt das Gefühl heroische Züge an: Davon zeugt das wunderbare Konzertprogramm der Straßburger Philharmoniker rundum die Geigerin Isabelle Faust. 

Ist es die genaue Kenntnis des historischen Kontextes, in dem die Werke komponiert wurden, verbunden mit der meisterhaften Beherrschung ihres Instruments, die es der Geigerin Isabelle Faust ermöglichen, den Werken, die sie interpretiert, eine Seele einzuhauchen? Gut möglich, vor allem wenn es sich um das Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 von Béla Bartók handelt. Das für die Geigerin Stefi Geyer komponierte Werk, für die der ungarische Komponist Gefühle hegte, wurde erst 50 Jahre nach seiner Entstehung uraufgeführt, als es (verspätet) entdeckt wurde. Isabelle Faust, die seit ihrem elften Lebensjahr Werke von Bartók spielt, lässt dieses wunderbare Jugendwerk in seiner ganzen Schroffheit erklingen. Des Weiteren spielt sie das Konzert für Violine und Orchester („Wanderung einer Seele“) von Leoš Janáček, von dem nur der Entwurf eines Satzes erhalten geblieben ist. In seiner Anschaulichkeit ähnelt das Stück Strawinskys Feuerwerk, einer kurzen Fantasie für Orchester, sowie Prokofjews großartiger Sinfonie Nr. 5, einem 1944 komponierten epischen Werk, das bereits vom künftigen Sieg durchdrungen ist. Ein Konzertabend, der feurig zu werden verspricht. (E.A.)

Foto: Isabelle Faust


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