Vom 25. August bis 6. September 2026 bringt das Theaterfestival Basel während dreizehn Tagen internationales Theater, Tanz, Performance und Musiktheater nach Basel, ins Baselbiet und nach Solothurn. Das Festival bringt zum Auftakt der Theatersaison internationales Theater auf die Bühnen und verbindet dabei die Theaterhäuser der ganzen Region Basel. Gespielt wird an zehn Spielorten – von der Kaserne Basel über das Theater Basel bis zum ROXY Birsfelden, dem jungen theater basel und bis ins Kulturforum Laufen oder Marabu Gelterkinden.
Den Auftakt feiern wir am 25. August um 19.30 Uhr mit einem Apéro im Festivalzentrum auf dem Kasernenareal. Regierungsratspräsident Conradin Cramer und die Präsidentin des Ständerats, Eva Herzog, eröffnen das Festival mit Grussworten.
Um 20.30 Uhr folgt die Eröffnungsinszenierung «Three Times Left is Right» von Julian Hetzel. Die ebenso provokante wie humorvolle Dokufiktion erzählt von einem Paar, dessen politischen Überzeugungen kaum unterschiedlicher sein könnten: Er ist Professor mit linker Vergangenheit, sie Publizistin der Neuen Rechten. Zwischen familiärer Nähe und politischen Gegensätzen entsteht ein schonungsloses Duell über Ideologien, Zugehörigkeit und die Frage, wie viel Widerspruch eine Beziehung aushält.
Die reale Beziehung des deutschen Kulturwissenschaftlers Helmut Lethen und der Publizistin Caroline Sommerfeld bildet die Grundlage für Julian Hetzels Inszenierung. Ihre Partnerschaft und das Spannungsverhältnis ihrer gegensätzlichen politischen Positionen boten den Ausgangspunkt für Hetzels künstlerische Auseinandersetzung. Lethen, einer der prägenden Kulturwissenschaftler der Gegenwart und langjähriger Leiter des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften in Wien, ist am 13. August 2026 im Alter von 87 Jahren in Wien gestorben.
Gerade vor diesem aktuellen Hintergrund erhält «Three Times Left is Right» eine besondere Aktualität: Die Inszenierung fragt danach, wie Menschen mit fundamental unterschiedlichen politischen Überzeugungen miteinander leben, lieben und eine gemeinsame Zukunft gestalten können – und was sich daraus über eine zunehmend polarisierte Gesellschaft lernen lässt. Hetzel versteht die private Beziehung dabei als Vergrösserungsglas für gesellschaftliche und politische Konflikte. (Julian Hetzel)
Weitere Informationen und das vollständige Programm: theaterfestival.ch
































