Europa auf dem Operationstisch
Bei dieser Konferenz der Nationen werden Anzüge und Paragraphen durch wirkliche Geschichten und sich überschlagende Kreativität ausgetauscht. Ein Punkt steht auf der Tagesordnung: nicht vor vermeintlich unangenehmen Themen ausweichen, sondern sie hinterfragen und offen darüber sprechen. Zusammen mit Theatern aus Griechenland, Frankreich, Spanien, Italien oder Russland kommt bei diesem Festival Europa auf die Bühne und wird von sensiblen, kritisch denkenden Künstlern am Herzen operiert. Ein ganz erstaunliches und interessantes Programm erwartet Sie hier, um über unsere Zukunft zu sprechen!
Geht die Welt vor die Hunde? Kriege werden unerbittlich geführt, Hilfe suchende Menschen werden abgewiesen, Grenzen scheinen wichtiger denn je, politisch liegt die Stirn in Falten, sozial schmerzt der Bauch, ökologisch brennen die Füße. Wie damit umgehen? Wie sich darüber eine Meinung bilden? Wie an die Zukunft denken? Beim diesjährigen Festival The Future of Europe geht es genau um letztere Frage.
Zusammen mit Theatern aus Griechenland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Israel und Russland schauen wissbegierige und sich einen Kopf machende Ensembles auf aktuelle Probleme. Oft, so heißt es, hat eine dritte, unbeteiligte Person eine objektivere Meinung, als jene, die mitten im Sumpf stecken. So wird bei diesem Festival nicht nur ein tiefer Einblick in jedes Land gegeben, sondern zu einem offenen Gespräch eingeladen – sozusagen wie eine Konferenz der Nationen, die hier auf einer Bühne stattfindet und mit Geschichten bereichert wird. Zudem wird zu einem DramatikerInnenlabor eingeladen, in dem noch in den Kinderschuhen steckende Theaterstücke präsentiert werden.
Entdecken Sie den neuen, für das Festival angefertigten Text von René Pollesch (Träumt die künstliche Intelligenz von elektrischen Pokerspielen?); sprechen Sie in Diogenia vom National Theater of Northern Greece, Thessaloniki über den Wandel des Ansehens der Griechen; überlegen Sie mit Armin Petras’ Kreation Europe Speaks Out! die schlimmsten Szenarios für unseren Kontinent; hinterfragen Sie den Ursprung des Mythos Europas mit dem Teatre Nacional de Catalunya (Barcelona) in EUpheMythos; denken Sie an den alltäglichen Einfluss der Europäischen Union mit Birgit – EU Garantie des Célestins – Théâtre de Lyon, tauchen Sie in den Briefwechsel zwischen einem jungen Strafgefangenem und seinem Richter ein (vom Piccolo Teatro di Milano – Teatro d’Europa), hören Sie die stillen Schreie der Gefolterten Russlands in Russia Keeps Silent vom Teatre.doc (Moskau) oder lassen Sie sich von der Stimme Stuttgarter Kinder und ihrer Kreation Die Sterntaler, einem Stück über ihre Hoffnungen und Ängste, berühren.
Ein gut gefülltes, an Gedanken übersprudelndes Programm, das nur darauf wartet mit Ihnen in dieses komplexe Meer aus Erfahrungen, Mythen und Menschen hineinzuspringen.
Weitere Informationen
-
Ebenfalls auf szenik
-
Clean City von Anestis Azas & Prodromos Tsinikoris am 10.06.2018 im Schauspiel Stuttgart
-
Schöne neue Welt von Philipp Rosendahl am 7.06.2018 im Schauspiel Stuttgart































