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„Salome“ von Richard Strauss im Opernhaus Zürich

 

 

Von der weiblichen Figur der Salome geht eine so grosse Faszination aus, dass sich ihr Mythos seit zweitausend Jahren durch die Kulturgeschichte der Menschheit zieht.

 

 

Die Inszenierung von Andreas Homoki, die in der vergangenen Spielzeit Premiere hatte, zeigt die Oper in einem abstrakten Bühnenbild, das im Wesentlichen aus zwei rotierenden Mondsicheln besteht und die Handlung ganz aus der suggestiven Beziehungsspannung der Figuren im leeren Raum entwickelt. Salome ist bei Homoki eine erfahrungshungrige Frau, die der Enge und der Zudringlichkeiten der Gesellschaft, in die sie hineingeboren wurde, überdrüssig ist.

Sie trifft auf den Propheten Jochanaan, der genau die Verhältnisse kritisiert, aus denen sie ausbrechen will. Bei Homoki ist Jochanaan kein christlicher Heilsverkünder im härenen Gewand, sondern ein Typ mit Charisma und starker männlicher Verführungskraft, der sich der erotischen Anziehung Salomes seinerseits nicht entziehen kann. Das fatale Begehren, das in die grausame Bluttat mündet, ist beidseitig.

 


Praktische Informationen

  • In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
  • Dauer 1 Std. 40 Min. Keine Pause.
  • Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
  • Weitere Informationen auf der Website des Opernhauses Zürich: www.opernhaus.ch

 

 

 

Foto: F. Blaser


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