Reden, reden und reden… um es besser zu beenden
Das Théâtre National de Strasbourg zeigt das neue Werk von Pascal Rambert, Répétition, interpretiert von Emmanuelle Béart, Audrey Bonnet, Stanislas Nordey und Denis Podalydès.
Ende einer Liebe war der Versuch, eine Liebesbeziehung durch die Konfrontation eines sich gerade trennenden Paares zu erschöpfen. In Répétition (dt.: Probe) begraben die Darsteller ein Theaterprojekt vor dem Hintergrund von Eifersüchteleien. Diese Implosion wird auf der Bühne von vier Schauspielern vorangetrieben, die sich bei ihren tatsächlichen Vornamen nennen: Audrey (Bonnet), Emmanuelle (Béart), Denis (Podalydès) und „Stan“ (Stanislas Nordey) brechen die Probe abrupt ab, weil Audrey das Verhältnis zwischen Denis und Emmanuelle nicht erträgt. Jeder von ihnen wird der Reihe nach das Wort ergreifen, Vorwürfe, Ambitionen, Ideale und Kompromisse bemühen und Arbeit und Persönliches vermischen. Pascal Rambert, Autor, Regisseur und fester Spielpartner des TNS, greift hier den Schreib- und Regiestil auf, den er bereits in seinem vorherigen Stück entwickelte, und „erweitert“ ihn, indem er die Zahl der Schauspieler verdoppelt, einen durchdachteren Bühnenraum bespielt – eine Sporthalle, deren grelle Farben die Realität übertreffen – und indem er versucht, eine umfassendere Aussage zu machen. Auch wenn Répétition die Frage nach politischem Engagement und dessen künstlerischer Umsetzung streift, so steht in Répétition doch die Interpretation der sich vom Temperament her ergänzenden Schauspieler im Mittelpunkt sowie die persönlichen Anliegen und Erfahrungen seines Autors Pascal Rambert.
Foto: Marc Domage
Weitere Informationen
- Interview mit Pascal Rambert, dem Autor und Regisseur von Répétition (FR)
- Ankündigung der Themen, die Pascal Rambert in Répétition anspricht (FR)































