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Ein Psychothriller mit betörender Musik: Der britische Regisseur Harry Fehr inszeniert die Oper „Peter Grimes“ von Benjamin Britten im Theater Basel.

 

 

Das Drama um den Außenseiter Peter Grimes inszeniert der von Kritikern hochgelobte Brite Harry Fehr. Nach mehreren erfolgreichen Produktionen für u. a. die Scottish National Opera und weitere internationale Opernhäuser gilt er als Regieentdeckung und stellt sich mit Peter Grimes nun erstmalig dem Schweizer Publikum vor. Kristiina Poska, die Musikdirektorin des Theater Basel, hat die musikalische Leitung inne.

 

 

„Who can turn skies back and begin again?“, fragt der Fischer Peter Grimes in den bierseligen Dunst des Wirtshauses seines Heimatdorfs hinein, während draußen der Sturm tobt und das Meer zu meterhohen Wellen aufpeitscht. Noch einmal von vorn beginnen, noch einmal unter gut stehenden Sternen das eigene Schicksal in die Hand nehmen. Verzweifelt ist dieser Wunsch nach Hoffnung. Dabei ist Peter Grimes gerade von einem schrecklichen Verdacht vor Gericht freigesprochen worden: seinen Lehrjungen soll er umgebracht haben. Doch es war ein unglücklicher Unfall auf See.

Faktisch befreit von jedem Zweifel und doch von der Gesellschaft mit jenem Mal gebrannt, das den Aussätzigen zeichnet, versucht Peter Grimes sein Anderssein in diese Dorfgemeinschaft zu pressen. Denn verwurzelt ist er hier und nirgendwo anders. Ein neuer Lehrjunge wird von Grimes mit Schlägen markiert und kommt zu Tode – wieder ein Unfall. Die verwitwete Lehrerin des Dorfes will Grimes und seine Seele retten, doch der kann nicht aus seiner Haut. Er will mit den Geistern, die ihn jagen, allein bleiben. Als einziger Ort bleibt ihm schließlich, gehetzt von den Dorfbewohner_innen, nur das Meer.

Benjamin Brittens Oper besticht neben dem unter die Haut gehenden Plot eines Psychothrillers mit einer betörenden Musik, die das Meer in all seiner Wucht aufbrausen lässt, in dem wie Inseln Ariosi, Duette und Ensembles eingebettet sind. Das Meer bestimmt Benjamin Britten zum sowohl musikalisch als auch szenisch alles beherrschenden Element dieser Erzählung – es ist Existenzgrundlage der Dorfbewohner_innen, bestimmt über Leben und Tod, ist Hüter der unausgesprochenen Wahrheiten und unterdrückten Sehnsüchte nicht nur des Sonderlings Peter Grimes.


BESETZUNG

Musikalische Leitung Kristiina Poska
Nachdirigat Thomas Wise 
Inszenierung Harry Fehr
Bühne und Kostüme Leslie Travers
Kostümmitarbeit Zahra Mansouri
Choreografie Mirjam Karvat
Licht Roland Edrich
Chor Michael Clark
Dramaturgie Christopher Baumann

PETER GRIMES Rolf Romei
ELLEN ORFORD Emma Bell
BALSTRODE Robin Adams
TANTE Jasmin Etezadzadeh

ERSTE NICHTE Sarah Brady, Stefanie Knorr
ZWEITE NICHTE Kali Hardwick
BOB BOLES Michael Bennett
SWALLOW Andrew Murphy

MRS. NABOB SEDLEY Cécile van de Sant
HORACE ADAMS Karl-Heinz Brandt
NED KEENE Domen Križaj
HOBSON Antoin Herrera-Lopez Kessel, Paull-Anthony Keightley

FISCHER Vivian Zatta
FISCHERSFRAU Frauke Willimczik
EIN ANWALT André Schann

Chor des Theater Basel
Statisterie des Theater Basel
Es spielt das Sinfonieorchester Basel.


PRAKTISCHE INFORMATIONEN

  • Premiere 2019 / 2020
  • In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Einführung 30 Min. vor Vorstellungsbeginn
  • Am 6. April: 18h45 Wise-Heiten: Musikalische Einführung mit Studienleiter Thomas Wise
  • Am 26. April: Kinderbetreuung (nach Anmeldung bis 24.4 an der Billettkasse)
  • Weitere Informationen auf der Website des Theater Basel: www.theater-basel.ch
  • Die Website des Sinfonieorchester Basel: www.sinfonieorchesterbasel.ch

 

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Kristiina Poska, neue Musikdirektorin | Theater Basel | Von der Magie der Musik – Interview szenikmag

"Der Sound hätte mich fast weggeblasen!" Interview #szenikmag mit Kristiina Poska, #Dirigentin und neue #Musikdirektorin des Theater Basel. Während der Wirbel des Theaterfestes das Haus fest im Griff hat, unterhält sich die neue Musikdirektorin mit szenik über ihre Liebe zu Basel, den Herausforderungen des Dirigierens und über die Tränen, die beim letzten Takt der Oper "La Bohème" auch im Orchestergraben rollen. Ein musikalisch-magisches Gespräch!Sinfonieorchester Basel Kammerorchester Basel Basel – unseri Stadt Theaterverein Basel

Publiée par Szenik sur Lundi 9 septembre 2019

Kristiina Poska im Gespräch mit szenikmag

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Foto: Theater Basel


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