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Othello

William Shakespeare, Burkhard C. Kosminski
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Schauspiel (Stuttgart) | 27/04/2019 - 24/05/2019 | 5 Wiederholung
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„Und wenn ich dich nicht liebe…

…, so ist das Chaos wieder da.“ Othello, General der Republik Venedig, kennt den Krieg, sonst aber wenig. Er ist kein Mann zum Heiraten, sein Soldatenberuf füllt ihn ganz aus. Und er ist deshalb so verletzlich, weil Shakespeare keine Macht einführt, die sich Othellos Widersacher Jago entgegenstellt. Desdemona verliebt sich – trotzdem – in den Kriegshelden und er sich in ihre Liebe zu ihm. Aber diese Liebe ist es, die ihm zum Verhängnis werden wird.
Desdemona ist Othellos Halt in einer haltlosen Welt – einer Welt, die ihn, den Fremden, nur duldet und als Kriegswaffe einsetzt. Wirklich akzeptiert wird er nicht. Sein Selbstbild ist von einem professionellen Bewusstsein geprägt, denn immerhin hat er es im Dienst des venezianischen Staates zu Ansehen gebracht. In der Gesellschaft aber bleibt er der Outsider, der Wilde, Triebhafte und Ausländer, dem nicht zu trauen ist.
Die Intrige, die sein Fähnrich Jago (einer der ungemütlichsten Bösewichte der Weltliteratur) gegen ihn in Gang setzt, weil dieser sich von ihm übergangen fühlt, und die ein Verhältnis des Leutnants Cassio mit Desdemona behauptet, wird von Othello zu spät erkannt. Nicht nur Desdemona stirbt von seiner Hand, auch er selbst, als er den Betrug erkannt hat. 
Die Liebe ist tot und das Chaos kehrt zurück …

 

INSZENIERUNG Burkhard C. Kosminski

BÜHNE Florian Etti

KOSTÜME Ute Lindenberg

VIDEO Sebastian Pircher

MUSIK Hans Platzgumer

LICHT Felix Dreyer

DRAMATURGIE Gwendolyne Melchinger

 

Othello Itay Tiran

Jagd Matthias Leja

Desdemona Katharina Hauter

Brabantio Elmar Roloff

Cassio Michael Stiller

Emilia Marietta Meguid

Roderigo Peer Oscar Musinowski

Gratiano (Doge) Robert Rozic

Montano Marco Massafra

 

 

 

Foto: David Baltzer

 


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