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Die Waffen der Frauen

Nach 2000 Jahren immer noch aktuell: Die Neuproduktion der Kammeroper Lysistrata schlägt den Bogen vom alten Griechenland zur Besetzung von Lettland.

Sex als Druckmittel – das ist keine neue Erfindung der Damenwelt. Bereits im alten Athen verweigerten sich die Frauen ihren Männern um den Krieg mit Sparta zu beenden. So geschieht es zumindest in der griechischen Komödie Lysistrata, die der Autor Aristophanes etwa 400 Jahre vor Christus verfasst hat.
Dass ein Stück auch mehr als 2000 Jahre nach seiner Verfassung noch aktuell sein kann, zeigt die lettisch-schweizerische Koproduktion zwischen dem Gare du Nord und Kulturas biedriba Spektrs aus Riga (europäische Kulturhauptstadt 2014). Der Schweizer Komponist Kaspar Ewald ist in diesem Projekt für die Komik zuständig, der lettische Komponist Jekabs Nimanis für die Dramatik. Gemeinsam setzen sie einen Bezug zu einem Krieg, der noch bis heute nachwirkt: die nazideutsche und sowjetische Okkupation Lettlands. Denn unter der schrägen Komik, die Ewald einfach genial in Szene setzt und dabei auch gerne überzieht, steckt ein politisches Thema: der Protest gegen den Krieg.


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