David Marion und Sonja Aufderklamm präsentieren Pergolesis Barock-Oper L’Olimpiade im Opernhaus Zürich
David Marton ist bekannt für seine Erforschung neuer theatraler Formen und lotet in dieser Produktion neue Spannungsfelder zwischen Klang, bewegten Bildern und Szene aus, zwischen Oper und Wirklichkeit, Gesang und menschlichen Schicksalen.
Dieses Barock-Opern-Projekt, das in der vergangenen Spielzeit unmittelbar vor der Premiere dem Corona-Lockdown zum Opfer fiel, verfolgt einen ganz ausserordentlichen musiktheatralischen Ansatz: Es kombiniert Arien aus Giovanni Battista Pergolesis selten gespielter Oper L’Olimpiade mit einem Dokumentarfilm, den der in Berlin lebende Schauspiel- und Musiktheaterregisseur David Marton und die österreichische Filmemacherin Sonja Aufderklamm über alte Menschen in Zürich gedreht haben.
Aufderklamm und Marton besuchten alte Menschen, spielten ihnen Pergolesis Musik vor und sprachen mit ihnen über die den Arien innewohnenden Themen. Die grosse Emotionalität der Musik verbindet sich in ihrer Arbeit mit Gesichtern, Geschichten und berührenden menschlichen Schicksalen.
Das künstlerische Resultat ist ein zutiefst zu Herzen gehender Abend, der in einer Zeit der Corona-Pandemie entstanden ist, in der eine farbig inszenierte Barock-Oper mehr sehnsüchtige Fata Morgana war als selbstverständliche Bühnen-Realität.
Die Arienkunst des neapolitanischen Komponistengenies Giovanni Battista Pergolesi, die im Zentrum dieses musiktheatralischen Experiments steht, gehört zu den schönsten und meisterhaftesten, die das 18. Jahrhundert überhaupt hervorgebracht hat. Sie ist in Zürich von so grossartigen und international renommierten Sängerinnen wie Vivica Genaux oder Anna Bonitatibus zu erleben. Die Produktion wird musikalisch geleitet vom italienischen Dirigenten und Cembalisten Ottavio Dantone, der so viele Pergolesi-Opern aufgeführt hat wie kein anderer.
Praktische Informationen
- Mit einem Dokumentarfilm von David Marton und Sonja Aufderklamm
- In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
- Dauer ca. 2 Std.
- Keine Pause.
- Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
- Weitere Informationen auf der Website des Opernhauses Zürich: www.opernhaus.ch
Foto: F. Blaser































