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Les Giboulées 2020: Eine Einladung, die von den Künstlern dargebotenen Risiken anzunehmen

 

Die Biennale Corps-Objet-Image lädt in diesem Jahr Künstler*innen, Zuschauer*innen und Neugierige dazu ein, fantastische sowie kreative Universen durch ein Kaleidoskop zu betrachten.

 

 

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Erwecken Sie den/die Abenteurer*in in Ihnen! Das Festival Les Giboulées 2020 öffnet uns in diesem Jahr die Tore zu fremden Universen. Künstler*innen, wie Alice Laloy, Mathieu Chamagne, Camille Boitel, Perrine Mornay oder Sébastien Kauffmann, werden über die Grenzen ihrer Kunst hinwegblicken und ihr Wissen mit tatsächlichen, menschlichen Realitäten vereinen.

Von virtuellen Welten über die Magie werden wir die Möglichkeit bekommen, Künstler*innen über die Bühne fegen und im öffentlichen Raum Straßburgs zu sehen.

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Horizon (Foto: Johann Walter)

Zahlreiche Projekte laden zudem dazu ein selbst das Wort zu ergreifen und sich mit den eingeladenen Künstler*innen auszutauschen, so zum Beispiel mit  L’Assemblée des spectateurs (dem Zuschauerverein) dem Radio pratique(s) oder L’école des risques (der Schule der Risiken).

Nehmen Sie sich einen Rucksack; packen Sie Ihre Neugier und Fragen ein; schließen Sie die Tür hinter sich zu, denn: Das Festival Les Giboulées ruft uns zu sich, um sieben wundervolle Tage in einem überraschenden (und risikofreudigen) Kosmos zu verbringen.

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Georges (Foto: Christophe Raynaud De Lage)

Eine Auswahl der eingeladenen Spektakel:

Rue d’Orchampt II Groupe Zur 
Vom 13. bis 15. März 2020 I TJP Petite Scène, Straßburg

Rue d’Orchampt ist ein immersives Stück in echt falscher Magie, eine zeitgenössische Version der Jahrmarktsbuden, in denen einst Monster gezeigt wurden. Das Publikum darf in einem sonderbaren Haus umhergehen, das voller seltsamer Details steckt: In den Spiegeln erscheinen Gestalten, die Bilder erwachen zum Leben. Und dann geraten wir plötzlich dorthin, wo man die Bilder fabriziert, und begegnen den Geistern, die den Ort beseelen.

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Rue d’Orchampt (Foto: Groupe Zur)

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Bâton II Perrine Mornay / Collectif Impatience
Am 14. März 2020 I Théâtre de Hautepierre, Straßburg

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Bâton (Foto:: Hélène Harder)

Perrine Mornay inszeniert ihre Begegnung mit Mélanie Potin, einer Twirling-Wettkämpferin. Statt des heimeligen Bildes vom Funkenmariechen beschwört dieses Duo die Welt des Wettkampfs herauf. Der sonderbare akrobatische Vortrag speist sich aus der Erwartung des Falls und damit jener tragischen Augenblicke, in denen wir dem Scheitern beiwohnen. Perrine Mornay vermischt ihre Geschichte mit derjenigen der Sportlerin und erzählt vom Übergang ins Erwachsenenalter.

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Psaumes pour Abdel II Laura Fedida 
Am 14. März 2020 I Espace K, Straßburg

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Psaumes pour Abdel (Foto: Herve Dapremont)

Seit Abdel gestorben ist, als er von Ordnungskräften im Vorortzug RER verfolgt wurde, brennt Cheveux Roses, seit sie siebzehn ist, jedes Jahr aufs Neue. Zwischen verkohlten Holzstapeln und einer Telefonzelle spielt sich ihr Versuch ab, mit ihrer Trauer fertig zu werden. Dieses engagierte Stück von Laura Fedida trägt die Züge eines Liebesrituals zwischen Wut und dem Gefühl der Ungerechtigkeit.

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À poils II Alice Laloy / Compagnie S’appelle reviens
Vom 15. bis 18. März 2020 I TNS – Espace Klaus Michael Grüber, Straßburg

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À Poils (Foto:: JULIE FAUGLAS)

Alice Laloy baut dieses neue Stück auf einem Missverständnis auf. Drei tätowierte Roadies treffen auf ein Publikum aus kleinen Kindern, während sie ein anderes Stück für ein anderes Publikum vorzubereiten scheinen. Diese Lastwagenrocker schleppen Kisten voll behaarter Gegenstände, auf der Suche nach etwas Süßem und Zarten mitten in dieser grobschlächtigen Welt.

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C’est un secret II Aurélie Morin / Le Théâtre de Nuit
Am 17. März 2020 I Le Préo – Oberhausbergen

Maeterlincks Stück L’Oiseau bleu ist die Vorlage zu C’est un secret, das Choreografie mit Schatten- und Figurentheater verbindet. Bruder und Schwester suchen den Vogel in der Erinnerung, in der Nacht, auf dem Friedhof, im Dschungel, im Garten des Glücks und in der Zukunft. Die Gewissheit trägt sie, dass ihre Mutter, wenn sie den Vogel sieht, ihr Lachen wiederfindet.

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C’est un secret (Foto: Le Théâtre de nuit)

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ORA (Orée) II Vania Vaneau / Cie Arrangement Provisoire
Vom 17. bis 18. März 2020 I Pole-Sud, Straßburg

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ORA (Orée) I (Foto: Pascale Cholette)

Auf dem Weg von Schwarz nach Bunt spielt ORA (Orée) mit der Überlagerung
von Bildern und Körperzuständen, die wie in einem Traum koexistieren. Das Darstellertrio baut Landschaften und Vorstellungswelten, die sich immerfort verwandeln.

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間 (ma, aida, …) II Camille Boitel & Sève Bernard / L’Immédiat
Vom 18. bis 20. März 2020 I Maillon, Straßburg

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ma, aida,… (Foto: BOZZO)

Camille Boitel und Sève Bernard stellen sich der Herausforderung, 36 Stücke in weniger als einer Stunde zu spielen. Umarmungen, Streit, Bruchstücke von Leben und Begegnungen entspinnen sich so schnell wie sie verschwinden. Diese Variationen um das Thema ‘Versuche unmöglicher Liebesgeschichten’ sprechen von der Kunst des Theaters.

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Vague intérieur vague II Julie Nioche // A.I.M.E. – Association d’individus en mouvements engagés
Vom 19. bis 20. März 2020 I TJP Grande Scène, Straßburg

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Vague intérieur vague (Foto: S. Gressin)

Die Choreographin Julie Nioche stürmt die Bilder und Vorstellungen, die unsere Identitäten konstruieren. Diese werden mit Gesten, Stimme und Musik in einem beweglichen Bühnenbild erzählt. In Einzelgesprächen hat sie Eindrücke gesammelt und erforscht mit Tänzern und Musikern die Mikro-Märchen, die uns umtreiben.


Weitere Informationen auf der Website des TJP – Centre Dramatique National Strasbourg – Grand Est: www.tjp-strasbourg.com

 

 

Foto: L’ERRANCE EST HUMAINE (Géraldine Aresteanu)


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