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Lyrische Monotonie

Die Dresdner Band stützt mit ihrem kantigen Indie-Rock ihre poetischen Parolen. Rhythmus und Worte marschieren im Takt.

Die Dresdner Band Leo hört Rauschen ist rau, direkt, bissig. Große Effekte und blumige Melodien sind auf ihrem Debütalbum nicht zu finden, sie reduzieren, bis es weh tut. Selbst der Refrain bleibt dabei manchmal auf der Strecke. Das Ergebnis ist eine Mischung aus deutschsprachigem Indie-Rock, Wave und Punk, die es in sich hat.
Ist nicht gerade das die Kunst in einer Zeit der Informationsflut: Aussagen zu reduzieren, bis sich ihr Kern herauskristallisiert? Statt Songs schreibt die Band Parolen, Aufforderungen, Kritik. Das ganze jedoch nicht ohne eine große Prise Poesie.
Dazu gesellen sich Rhythmen, die jedes der Worte zu unterstreichen scheinen – singt Wieden in der ersten Singleauskopplung Gold Zeilen wie „du marschierst, wir marschieren“, dann marschiert auch die Musik, die Instrumente präzise wie ein Uhrwerk. Leo hört Rauschen scheint mit dieser kunstvollen Musik seinen eigenen Song – eine Kritik an der Musikindustrie – Lügen zu strafen.
Vor vier Jahren hat sich die Combo gefunden, jetzt geht das erste Album Modern Modern an den Start, das schon jetzt an Größen wie Joy Division oder Tocotronic erinnert. (T.B.)


Etiketten:Rock

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