Le 1er web magazine spectacles | Grand Est transfrontalier
Das 1. Webmagazin der darstellenden künste | Grenzüberschreitende Region Grand Est

Sodom und Gomorrha

Bei der Apokalypse geht es zu wie bei… einem völlig undisziplinierten, zügellosen Durcheinander von Sex, Alkohol, Fehlverhalten und Korruption. Der Große (Le Grand) Macabre leitet das Ende der Welt in der Inszenierung von Tatjana Gürbaca im Opernhaus Zürich unter der musikalischen Leitung von Fabio Luisi ein.

 

Die letzte Stunde der Menschheit hat geschlagen. Nekrotzar, der furchterregende Große Makabre, steigt aus seinem Grab und kündigt den Tag des Zorns und das Ende der Welt an. Doch am Ende kommt es anders als erwartet. Der Sensenmann verschläft! Ist der Tod womöglich ein Lügner? Ligetis Oper ist ein Meisterwerk des 21. Jahrhunderts. Neben den detaillierten Dynamiken (Tempo-Markierung von 120 Vierteln pro Minute!!!), Artikulationen und komplizierten Rhythmen, ist es der moderne Versuch, zur Musik zu kommen. So könnte sogar das respektlose Getöse von 12 Autohupen im Eröffnungsauftakt seine Daseinsberechtigung im makabren, aber ehrlichen Ausdruck der Moderne finden. Le Grand Macabre von György Ligeti ist genau das, was der Titel verrät – makaber – und zwar bis ins Mark. Da bleibt einem schon manchmal der Mund vor Erstaunen offenstehen. Sie ist, was sie ist – eine Anti-anti-Oper!

 

 

Musikalische Leitung: Fabio Luisi 

Inszenierung: Tatjana Gürbaca 

Bühnenbild: Henrik Ahr 

Kostüme: Barbara Drosihn 

Lichtgestaltung: Stefan Bolliger 

Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger 

Dramaturgie: Claus Spahn

Amanda: Alina Adamski

Amando: Sinéad O’Kelly

Piet vom Fass: Alexander Kaimbacher

Nekrotzar: Leigh Melrose

Astradamors, Hofastrologe: Jens Larsen

Mescalina, seine Frau: Judith Schmid

Venus / Chef der Gepopo, der Geheimen Politischen Polizei: Eir Inderhaug

Fürst Gogo: David Hansen

Schwarzer Minister: Oliver Widmer

Weißer Minister: Martin Zysset

Ruffiak: Yuriy Tsiple Schobiak: Dean Murphy

Schabernak: Richard Walshe

Philharmonisches Orchester Zürich und Chor der Oper Zürich

 

Foto: Hedwig Prammer

  • Libretto von Michael Meschke und György Ligeti nach der Farce «La Balade du Grand Macabre» von Michel de Ghelderode
  • In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung
  • Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn. 
  • Einführungsmatinee am 20 Jan 2019.
  • Premiere 2019

 

  • Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Opernhauses Zürich

WIR EMPFEHLEN AUCH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Currently Playing

Szenik auf Facebook