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Regisseurin Ulrike Schwab lässt an der Staatsoper Stuttgart Dmitri Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk aus Sicht der weiblichen Hauptfigur lebendig werden – musikalisch geleitet vom neuen Generalmusikdirektor Nicholas Carter

Ein Ausnahmewerk des 20. Jahrhunderts über den Versuch einer weiblichen Selbstbefreiung: Die Staatsoper Stuttgart bringt Dmitri Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk am 8. November um 18 Uhr in einer Inszenierung von Ulrike Schwab zur Premiere. Rosie Aldridge – in Stuttgart bereits als Küsterin, Kundry und Knusperhexe gefeiert – übernimmt die Partie der Katerina Ismailowa. Sergej wird von Ladislav Elgr gesungen. Weitere Partien übernehmen unter anderem Goran Jurić als Boris Timofejewitsch Ismailow und Moritz Kallenberg als Sinowij Borrissowitsch Ismailow. Es musizieren das Staatsorchester Stuttgart und der Staatsopernchor Stuttgart unter der Leitung von Generalmusikdirektor Nicholas Carter.

Dmitri Schostakowitschs Oper, 1934 in Leningrad uraufgeführt, gehört zu den radikalsten Werken des 20. Jahrhunderts über den weiblichen Befreiungsversuch innerhalb eines Systems, das nur die Gewalt als Mittel der Selbstbehauptung kennt. Der Komponist hat diese Geschichte in eine überwältigende Musik gepackt, die jeglichen Rahmen sprengt: zwischen greller Groteske und großem Gefühl tun sich in ihr die Sehnsüchte und Abgründe der menschlichen Existenz auf. Katerina ist Opfer und Täterin zugleich, Gefangene und Handelnde. Ihre Geschichte verweist damit weit über ihre historische Situation hinaus: Sie stellt die Frage, was geschieht, wenn individuelle Freiheit in einer von Macht und Gewalt bestimmten Gesellschaft keinen legitimen Platz findet. Ulrike Schwabs Inszenierung zielt weniger darauf ab, die Tat der Lady Macbeth zu bewerten, als vielmehr die Perspektive der Titelfigur in ihrer ganzen Ambivalenz sichtbar zu machen. Sie entwirft das Werk als aufwühlenden Erinnerungstrip, in dem Realität, Fantasie und Traum ineinanderfließen.

Für Nicholas Carter ist die Produktion zugleich ein zentraler Auftakt seiner Arbeit als neuer Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart. Gemeinsam mit dem Staatsorchester Stuttgart und dem Staatsopernchor Stuttgart bringt er Schostakowitschs stilistisch vielfältige und virtuose Partitur zum Klingen.

PREMIERE

Dmitri Schostakowitsch

Lady Macbeth von Mzensk

Sonntag, 8. November 2026, 18 Uhr Weitere Vorstellungen

  1. / 19. November 2026
  2. Dezember 2026
  3. / 22. Januar 2027

Musikalische Leitung Nicholas Carter

Regie Ulrike Schwab

Bühne & Kostüme Pia Dederichs, Lena Schmid

Video Martin Mallon

Licht Valentin Däumler Dramaturgie Carolin Müller-Dohle Chor Jeremy Bines

 

Katerina Ismailowa Rosie Aldridge

Sergej Ladislav Elgr

Boris Timofejewitsch Ismailow Goran Jurić

Sinowij Borrissowitsch Ismailow Moritz Kallenberg Aksinja/ Zwangsarbeiterin Heather Engebretson Čiča Der Schäbige Torsten Hofmann

Polizeichef/ Sergeant Jasper Leever

Hausknecht Jaewoung Lee

Alter Zwangsarbeiter/ Wächter Andrew Bogard

Pope Patrick Guetti

Sonjetka Stine Marie Fischer

 

Staatsorchester Stuttgart Staatsopernchor Stuttgart

www.staatsoper-stuttgart.de


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