Surf mal anders
Die Band aus Seattle verbindet auf ihrem neuen Album Weirdo Shrine die Energie des Surfrocks mit ernsthaften Themen.
„Surf noir“ – die eigene Bezeichnung der US-Band La Luz für ihren Stil scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Wie kann fröhlicher Easy-Going-Surfrock gleichzeitig schwarz sein?
Die Erklärung lässt sich in der Bandgeschichte kurz nach der Veröffentlichung des Debutalbums It’s Alive finden: die Band mit Frontfrau Shana Cleveland überlebte eine Highwaykollision unter Höchstgeschwindigkeit. So stehen auf der einen Seite die Spielfreude und Energie der Band, die sich in der Surfmusik widerspiegelt, auf der anderen Seite haben aber auch Themen wie der Tod, Einsamkeit oder Obsessionen Eingang in die Musik gefunden.
Diese beiden Einflüsse haben auf dem druckfrischen Album Weirdo Shrine zusammengefunden, dessen Songs erwachsener, komplexer und spannender sind, als die der Vorgänger. Der Ozean ist hier keine sonnenbeschienene Spielwiese, die einlädt, das Surfboard zu wachsen, sondern ein sturmumtostes Wellenmeer – surf noir eben. (T.B.)
Foto: Andrew Imanaka
Weitere Informationen
- Die Homepage von La Luz (EN)
- Kritik des Albums Weirdo Shrine auf der Homepage von Consequence of Sound (EN)
- Biografie von La Luz auf laut.de (DE)
- La Luz auf Soundcloud































