Karlsruhe – ein Terror-Hotspot? Was gerade nicht ist, kann schon mal gewesen sein. Zum Beispiel im April 1977, als Generalbundesanwalt Siegfried Buback in Karlsruhe von der RAF ermordet wurde. Viele Angehörige der RAF wuchsen in Baden auf, gingen hier zur Schule, wurden in ihren politischen Überzeugungen hier geformt. Während der Linksterrorismus dieser Zeit im kollektiven Gedächtnis präsent ist, scheint der in den 1970er- und 1980er-Jahren ebenfalls sehr aktive Rechtsterrorismus zumeist vergessen – auch damals beherrschte er weniger die öffentliche Wahrnehmung. Wieso? Auch er hat viele Wurzeln im Südwesten, etwa mit der Hepp-Kexel-Gruppe oder den Deutschen Aktionsgruppen. Dies verknüpfte sich mit Geheimdienstverbindungen und internationalen Beziehungen, vor allem zu radikalen palästinensischen Gruppen. Baden – ein Hotspot politischer Radikalität? Was hat diese damals jungen Leute, eine Generation nach dem Nationalsozialismus, zu ihren politisch extremen bis terroristischen Handlungen geführt? Was davon wirkt bis heute fort?
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