Ana kommt zurück nach Hause: Von der Stadt, wo sie studiert, in die Provinz, wo sie aufgewachsen ist. Wie lange und warum eigentlich? Es ist ihr nicht so ganz klar.
Auf jeden Fall war sie lange nicht mehr hier, in dieser Plattenbausiedlung in der Kleinstadt. Auch ihren Vater Fritz, genannt Pommes Fritz, weil er eine Pommesbude betreibt, hat sie schon lange nicht mehr besucht.
Auf den ersten Blick hat sich wie immer nichts verändert: Fritz verkauft Pommes und ist noch immer auf der Suche nach der perfekten Rezeptur. Mimi, seine Partnerin, steht mit Loyalität und Hassliebe an der Fritteuse. Auch Anas Kindheitsfreundin Juli ist noch hier. Sie ist eben hier geblieben. Und doch scheinen sich nicht nur Zeit und Entfernung zwischen Ana und den Ort ihrer Herkunft samt der Menschen dort geschoben zu haben.
Fabienne Dür zeichnet einen sozialen Mikrokosmos rund um Fritz‘ Pommesbude, in der alle auf ihre Art zwischen Aufbruch und Stillstand schwanken, zwischen Zugehörigkeit und Abgrenzung und der Hoffnung auf ein besseres Leben – oder einfach ein anderes.
Ab Klasse 9
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