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Denk nach!

Wir suchen gerne und mit Leichtigkeit nach den Unterschieden zwischen uns und anderen Ländern. Doch was verbindet uns, bringt uns durcheinander, zum Lachen? Die dritte Ausgabe des Freiburg Festival 2018 lädt 16 nationale und internationale Kompanien ein, um all die Fragen über Gesellschaft, Beziehungen und Politik in die Waagschale der darstellenden Kunst zu legen. Erleben Sie Christiane Jatahy, Peeping Tom, die Kompanie Berlin, Laila Soliman, Machina Ex, Yang Zhen, das junge theater basel… Lassen Sie sich von ihrer Sichtweise, Direktheit und ihrem Talent umhauen!

 

In Freiburg ist die Welt zu Gast. Währenddessen der Frühlingsgeruch über die Kopfsteinpflaster und hübsch dekorierten Kuchen der Stadt fliegt, machen sich die Bühnen in der kommenden Woche dazu auf, Tacheles zu reden. 16 Kompanien aus Ägypten, China, Belgien, Estland, der Schweiz, Brasilien oder Italien sprechen mit uns über Politik, Gesellschaft und zeigen uns gleichzeitig, wie sie die Definitionen von Theater oder Tanz auf den Kopf stellen. In einer so schnelllebigen Zeit wie der unseren reicht es nicht, sich nur eine Perücke aufzusetzen und den Pausenclown zu spielen. So viele Ereignisse geschehen auf unseren Straßen, in unseren Nachbarländern, die nötig sind, diskutiert zu werden. Denn, auch wenn wir uns sprachlich oder kulinarisch voneinander unterscheiden mögen, sind Gefühle wie dicke Tränen der Sprachlosigkeit oder dem Verlust der Sicherheit weltweit bekannt. So ist das diesjährige Programm des Festivals eine großartige Möglichkeit mit Menschen zu sprechen, die in der Kunst aktiv sind, damit versuchen zu verstehen und dies teilen wollen. 

Ein großartiges Programm wurde zusammengestellt: Mit Christiane Jatahy und ihrer Version der tschechow’schen Drei Schwestern erleben sie eine Mischung aus Kino, Fado und Theater. Konradin Kunze präsentiert uns einen Schädel und ein kaum bekanntes Kapitel deutscher Kolonialgeschichte; das Theater Freiburg präsentiert die neue Kreation Coraline; Peeping Tom analysiert tanzend die Figur der Mutter; das junge theater basel und Maxim Gorki Theater zeigt uns die Zuckungen unserer Gesellschaft; die italienische Kompanie Motus 2015 spricht über Gender… Ach wir könnten ewig so weitermachen. 

Eines ist gewiss: zu diesem Festival zu fahren, ist eine hervorragende Idee! 

 


La sélection Szenik :

  • NO43 Filth

    NO43 Filth

    Vom Theater NO99, Tiit Ojasoo & Ene-Liis Semper, am 8.06.2018 um 20H00 im Theater Freiburg Die aus Estland stammende Kompanie NO99 beschäftigt sich mit dem Ende der Zivilisation. Die Welt ist am Ende. Und nun? Ist es möglich eine neue Gesellschaft, prächtig und fruchtbar, zu gründen? Die Tänzer stehen buchstäblich im schlammigen Dreck und zeigen die Abgründe des Menschseins. Fabelhaft inszeniert, mit einer Prise Humor und Schlammschlachten, blicken wir hier in eine, nun, interessante Zukunftsaussicht. Interessante Information: Die Kompanie zählt ihre Kreationen rückwärts und hat vor sich bei Nummer Null aufzulösen... Foto: Tiit Ojasoo

  • Minorites

    Minorites

    Von Yang Zhen, am 9.06 um 19H00 und am 10.06.2018 um 20H00, E-Werk Freiburg Der chinesische Choreograf Yang Zhen beschäftigt sich mit ethnischen Minderheiten seines Landes. Zu Musik von Rammstein sprechen die Tänzerinnen über eigene Erfahrungen, klagen an und führen uns damit direkt in die Arme der aktuellen Flüchtlingskrise. Ein sozio-politischer Abend, den es nicht zu verpassen gilt! Foto: Qi Ray

  • Zig Zig

    Zig Zig

    Von Laila Soliman, am 13 & 14.06.2018 um 19H00 im Theater im Marienbad Wir reisen ins Jahr 1919. Ägypten befindet sich unter britischer Kolonialherrschaft. Als Soldaten eines Tages ein Dorf überfallen, vergewaltigen sie mehrere Frauen und brennen daraufhin alle Häuser ab. Fünf Frauen haben den Mut vor Gericht zu gehen und auszusagen. Doch werden sie angehört? Wird ihnen geglaubt? Laila Soliman bringt diese wahre Begebenheit auf die Bühne und berichtet schonungslos über Machtprinzipien und jene, die damit Unschuldige unterdrücken und meinen, Gewalt sei ein Mittel zum Zweck. Foto: Ruud Gielens

  • Karandash

    Karandash

    Von Kopergietery, am 15.06 um 21H00 und am 16.06.2018 um 19H00 im Theater im Marienbad Wer ist Sonja? Diese Frage und die Neugier nach der Geschichte Russlands führt Thomas Devos in dieses riesige Land. Dort geht er auf Entdeckungssuche, lernt Menschen kennen. Sonja ist der Grund, warum sein Großvater lange Zeit in Gefangenschaft war... Zahlreiche Fragen werden gestellt, wie zum Beispiel: Wie wirkt sich die Vergangenheit Russlands auf dessen heutige Jugend aus? Ein Abend mit Musik, Wodka und einer Suche nach Antworten.  Foto: philedeprez

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