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Das Ballett Zürich feiert den Geburtstag des amerikanischen Choreografen William Forsythe mit einer dreifachen Hommage

 

Das Ballett Zürich setzt seine intensive Auseinandersetzung mit dem Werk William Forsythes fort und feiert den amerikanischen Choreografen mit einer Hommage aus drei wegweisenden Stücken.

William Forsythe_c_Stephan Floss_Opernhaus Zurich_szenik

Am 30. Dezember 2019 feiert William Forsythe seinen 70. Geburtstag. Weltweit wird er als einer der kreativsten und intelligentesten Erneuerer der Tanz-Tradition geschätzt. Bereits in den 1970er-Jahren revolutioniert Forsythe den Tanz mit einer unerwarteten Weiterentwicklung des akademischen Balletts, indem er den menschlichen Körper völlig aus dem traditionellen Schema des klassischen Balletts befreit. Das Tanzvokabular bereichert er um Formen, die zuvor als fehlerhaft galten. Auf faszinierende Weise werden Bewegungen verdreht, verbogen, zerlegt und – neu zusammengesetzt – in einen anderen Raum gestellt.

The Second Detail, 1991 für das National Ballet of Canada kreiert, ist als eine der frühen Arbeiten Forsythes weltweit in das Repertoire vieler klassischer Compagnien eingegangen. Auf einem pulsierenden, elektronischen Klangteppich von Thom Willems ereignet sich ein analytisches Spiel mit der Geometrie des klassischen Tanzes, das die Protagonisten an die Grenzen ihres Gleichgewichtssinns und ihrer Beweglichkeit führt.

TANZ_FORSYTHE_OPERNHAUS ZURICH_BALLETT ZURICH_C_GREGORY BATARDON_SZENIK

In der minimalistischen Approximate Sonata von 1996 befragt Forsythe mit vier Paaren den klassischen Pas de deux auf seine Gültigkeit. Das Ballett Zürich zeigt das Stück in der 2016 von Forsythe erstellten Pariser Neufassung.

One Flat Thing, reproduced – im Jahr 2000 mit dem Ballett Frankfurt uraufgeführt – steht am Ende des dreiteiligen Ballettabends und erweitert das Spektrum von Forsythes Ballett-Erforschungen um eine weitere Facette: Inspiriert von Büchern über Expeditionen zum Südpol, entwickelt Forsythe hier eine sich immer mehr verdichtende Choreografie, die ihren Höhepunkt im scheinbaren Chaos der Körper inmitten von zunächst perfekt angeordneten 20 Tischen findet. Der Choreograf vergleicht diese Tische mit Eis – glatt und unvorhersehbar gefährlich. Wiederum zu Musik von Thom Willems, ist One Flat Thing, reproduced eine atemberaubende Choreografie des Pulsierens und Sich-Verlierens.

TANZ_FORSYTHE_OPERNHAUS ZURICH_BALLETT ZURICH_C_GREGORY BATARDON_SZENIK

PROGRAMM & BESETZUNG

The Second Detail

Choreografie William Forsythe Musik Thom Willems Bühnenbild und Lichtgestaltung William Forsythe Kostüme Yumiko Takeshima, Issey Miyake 
Ballett Zürich & Junior Ballett 

„Es ist ein sehr kontrapunktisches, in der klassischen Tradition stehendes Ballett. Eine Lektion in Neoklassizismus, die wegen der grossen Bandbreite koordinativer Aufgaben äusserst schwierig zu tanzen ist und äusserste Musikalität erfordert.“ – William Forsythe


Approximate Sonata 2016

Choreografie William Forsythe Musik Thom Willems Bühnenbild und Lichtgestaltung William Forsythe Kostüme Stephen Galloway
Ballett Zürich & Junior Ballett 

„Es sind insgesamt fünf Pas de deux mit einem Gruppentanz im Zentrum des Stückes. Schon 1996 war die erste Fassung entstanden, wobei ich das Ganze ursprünglich zur Musik von Beethovens Neunter Sinfonie choreografiert habe. Die Neunte sollte man nun allerdings wirklich nicht tanzen lassen.“ – William Forsythe


One Flat Thing, reproduced

Choreografie William Forsythe Musik Thom Willems Bühnenbild und Lichtgestaltung William Forsythe Kostüme Stephen Galloway
Ballett Zürich & Junior Ballett 

„Das Ganze findet in einer völlig antagonistischen Umgebung statt: 20 Tische, glatt und unvorhersehbar wie Eisberge. Solange man diese ungewohnte Landschaft nicht in- und auswendig kennt und gelernt hat, den Tischen auszuweichen, riskiert man eine Menge blauer Flecke.“ – William Forsythe

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PRAKTISCHE INFORMATIONEN

  • Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
  • Einführungsmatinee am 5 Jan 2020 um 10.00 Uhr.
  • Weitere Informationen auf der Website des Opernhaus Zürich: www.opernhaus.ch

 

Fotos: Stephan Floss / Gregory Batardon


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