Die dunkle Seite der Macht
Live entfalten die neuen Chansons von Dominique A ihre ganze Wirkung, spannungsreich und alles andere als heiter.
Dominique A bekräftigt seine Suche nach innerer Ruhe. Seine Alben knüpfen an die große Tradition des französischen Chansons an, er schreibt Romane, in denen er viel von sich preis gibt. Aber, wie er selbst sagt, bleibt „diese leichte Schizophrenie zwischen dem, was ich für meine Platten anstrebe und dem, was ich auf der Bühne zeigen will.“ Seine Liebe zum Rock scheint live durch. „Auf der Bühne kann ich mich nicht zur Gelassenheit durchringen. Ich brauche diese Gespanntheit, diese Energie. Sobald ich die Bühne betrete, stehe ich unter Strom. Da ist nichts zu machen, selbst wenn ich eine Ballade singen will, fühle ich diese Anspannung in mir.“ Wie er selbst in seinem jüngsten Werk Regarder l’Océan in Erinnerung ruft, ist er außerdem vom New Wave geprägt, einer experimentellen Punkrichtung aus den 70ern. Dominique A, der freundliche Junge, der Luke Skywalker des französischen Pop, kann nicht abstreiten, dass er von der dunklen Seite der Macht, vom Habitus von Vaterfiguren wie Lou Reed, Ian Curtis oder Robert Smith angezogen ist. Daher rührt auch diese wunderbare Widersprüchlichkeit, die jeden seiner Auftritte so spannend macht. (E.A.)
Weitere Informationen
- Homepage von Dominique A (FR)
- Interview mit Dominique A im Magazine Zut ! (FR)
- Der BR über Éléor von Dominique A






























