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Wegen harter Sparmaßnahmen der Stadt Stuttgart findet das „6 Tage Frei – Festival der Freien Darstellenden Künste“ im Jahr 2026 in verkürzter Form statt: vom 15. bis 18. April 2026. Was sich ändert, ist der Umfang – was bleibt, ist der Anspruch: den Freien Darstellenden Künsten in ihrer Vielfalt, Risikofreudigkeit und gesellschaftlichen Relevanz eine Bühne zu geben. Gerade jetzt, wo sie diese mehr denn je brauchen.

Seit Beginn steht 6 Tage Frei für Sichtbarkeit, Vernetzung und solidarische Produktionsweisen innerhalb der Freien Szene in Baden-Württemberg. Die Entscheidung, das Festival trotz drastisch gekürzter Mittel fortzuführen, ist bewusst getroffen worden: als Zeichen der Kontinuität und als kulturpolitisches Statement gegen den schleichenden Rückzug öffentlicher Förderung aus der freien Kunst- und Kulturlandschaft.

Auch in der komprimierten Ausgabe bleibt das Festival seinem Profil treu. Ein Kuratorium aus Fachpersonen verschiedener Genres hat aus insgesamt 112 Bewerbungen eine Auswahl von acht Produktionen und zwei

Residenzen getroffen, die exemplarisch für die künstlerische Qualität, ästhetische Bandbreite und Relevanz der Freien Darstellenden Künste in Stuttgart und Baden-Württemberg stehen. Maßgeblich für die Auswahl waren unter anderem künstlerische Qualität, Risikobereitschaft, strukturelle Wirkung, Diversität sowie nachhaltige

Produktionsbedingungen.

Eingeladen sind folgende Künstler*innen und Gruppen:

  • O-Team (Stuttgart) mit der immersiven Langzeitperformance NACHTSTÜCK N°8
  • SoBo Productions / Darja Reznikova und Sade Mamedova (Mannheim) mit dem zeitgenössischen Tanzstück M | Я
  • Nana Hülsewig (Stuttgart) mit der performativen Installation ICONIC – Goldene Stunden einer Künstlerin
  • Eva Krause (Freiburg) mit dem Physical-Theatre-Solo INTERR_OPTIONS
  • River Roux (Berlin / Heilbronn) mit der radikal körperpolitischen Performance JUICE
  • Laura Oppenhäuser (Stuttgart) mit der performativen Recherche SANCTUS DOMINUS TAURUS
  • Cia Nadine Gerspacher (Teningen) mit dem Tanzduett BirdsLAND
  • Tyler Cunningham & Emilia Dorr (Stuttgart) mit der Performance HANDS UP

Für die Residenz wurden ausgewählt:

  • Lina Dettermann & Jette Schwabe (Karlsruhe) mit der Recherche im öffentlichen Raum ERIKAS TÖCHTER
  • Shibui Collective (Freiburg) mit dem Bewegungs-Workshop TANZ MIT PARKINSON und einer Keynote SHARING OUR PRACTICE

 

Die Auswahl vereint etablierte wie jüngere künstlerische Positionen, unterschiedliche Produktionszusammenhänge sowie urbane und regionale Perspektiven. Sie macht deutlich: Die Freien

Darstellenden Künste sind kein verzichtbarer Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil einer offenen, streitbaren und demokratischen Gesellschaft.

Um dem Anspruch des Festivals Ausdruck zu verleihen, schreibt die Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart gUG als Kooperationspartner im Rahmen von 3 Tage Frei den Open Call THE ART OF PROTEST aus. Vom 05.

Februar bis 05. März werden kleine künstlerische Beiträge gesucht, die sich mit Protestkultur und solidarischen künstlerischen Praktiken auseinandersetzen.

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden sich ab 05. Februar auf www.ftts-stuttgart.de sowie auf www.3-tage-frei.de.

Über das Festival:

3 Tage Frei ist das Festival der Freien Darstellenden Künste in Stuttgart und Baden-Württemberg. Seit 2015

präsentiert es im zweijährigen Rhythmus herausragende Produktionen und künstlerische Positionen der Freien Szene – mit Fokus auf Vielfalt, Experiment und Vernetzung. Neben einem kuratierten Showcase-Programm schafft die Residenz Raum für neue Ideen und riskante künstlerische Prozesse.

3 Tage Frei wird gefördert von der Landeshauptstadt Stuttgart, sowie vom Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg (LaFT BW) e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft,

Forschung und Kunst Baden-Württemberg, von Lotto Baden-Württemberg und der Ritter Sport Kunstförderung. In Kooperation mit Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart gUG. 3 Tage Frei ist außerdem Teil von FESTIVALFRIENDS, einem Verbund regionaler Festivals der freien darstellenden Künste. Das Format THE ART OF PROTEST wird ermöglicht durch die Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart gUG, LaFT BW e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und die Péter Horváth Stiftung.

 


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