Das siebte Jahr
Die Choreografin Sarah Kiesecker untersucht und hinterfragt in ihrem ersten abendfüllenden Bühnenstück die siebenjährigen Lebenszyklen des Menschen.
Wissenschaftler sind sich sicher: Etwa alle sieben Jahre verändert sich der Mensch, sowohl äußerlich als auch innerlich. Diese Lebenszyklen hat die Nachwuchschoreografin Sarah Kiesecker zum Thema ihrer ersten abendfüllenden Produktion genommen. Ihre Modern-Dance-Company Jazzaret lässt sie dafür die einzelnen Lebensphasen noch einmal durchleben: Die erste Zeit der Körperlichkeit, wenn Kinder erste Partnerschaftskonzepte erproben, die Zeit der erwachenden Sexualität, das Streben nach Autonomie, die dunklen Phasen durch Krisen und Kämpfe und das Gewinnen von Weisheit. Doch Kiesecker begreift die Phasen nicht als unausweichlichen Prozess, sondern hinterfragt kritisch das Streben des Menschen nach Perfektion. Die Bühnentänzerin und Choreografin, die ihre Tanzausbildung an der Iwanson International School of Contemporary Dance in München absolviert hat, hat bereits in der Vergangenheit für aufsehenerregende Choreografien gesorgt, etwa bei der Karlsruher „Langen Nacht der kurzen Stücke“ oder bei Patricia Wolf’s „Summer Dance“. (T.B.)
Foto: Alex Hauk































