Das deutsche Gesundheitswesen ist seit Jahren in der Krise. Es fehlt an Ärzt:innen, der Ökonomisierungsdruck ist hoch, die Arbeitszeiten unzumutbar. Der Regisseur und Autor Tuğsal Moğul, der selbst als Arzt arbeitet, blickt mit seinem recherchebasierten Stück ins Innere des Systems. Und sieht eine Verwaltung, die einzig auf die Zahlen schaut, oftmals fragwürdige Operationen, die sich gut abrechnen lassen, und disziplinarische Maßnahmen für menschliche Gesten. Ausländische Kolleg:innen, dringend benötigt, verzweifeln an der Bürokratie, es herrschen ein internationaler Wettbewerb um Fachkräfte, die dann andernorts fehlen, eine große Portion Rassismus, viel Überforderung und ein gerüttelt Maß an Desillusionierung. Das Bild eines Krankenhauskosmos kurz vor dem Kollaps – pointiert, beängstigend und komisch.
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