Zu den nur noch wenigen Händel-Opern, die seit Gründung der Internationalen Händel-Festspiele im Jahr 1978 noch nie in Karlsruhe gespielt wurden, gehört das 1738 in London uraufgeführte Dramma per musica Faramondo. „Händel in Höchstform!“ wurde darin erkannt – doch es war wohl vor allem dem Zusammentreffen unglücklicher Umstände zu verdanken, dass das Werk schon bald in den Hintergrund trat. Wer das zugrunde liegende gleichnamige Libretto von Apostolo Zeno für Händel bearbeitete, bleibt ein Geheimnis der Operngeschichte: Nachdem Faramondo, der König der Franken, in der Schlacht den Sohn des Kimbernkönigs Gustavo getötet hat, schwört Gustavo Rache und verspricht demjenigen die Hand seiner Tochter Rosimonda, der ihm Faramondos Kopf liefert. Um Rosimonda zu erobern, bricht der Schwabenkönig Gernando sein Bündnis mit Faramondo und zieht gegen seinen Freund in den Kampf. Dass Faramondo selbst Gefühle für Rosimonda entwickelt, macht diese Geschichte um Rache, Ehre und Macht umso brisanter. Inszeniert von Katharina Kastening, der langjährigen Co-Regisseurin von Keith Warner, musikalisch geleitet vom Händelexperten Attilio Cremonesi und mit drei Star-Countertenören.
Inszeniert von Katharina Kastening, musikalisch geleitet vom Händelexperten Attilio Cremonesi und mit drei Star-Countertenören.
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