William Shakespeares Hamlet um den verzweifelten Dänenprinz ist eines der bedeutendsten und meistgespielten Theaterstücke der Weltliteratur. Das Stück handelt aber auch von der Macht und den Möglichkeiten des Theaters selbst. Um die Größe des Stücks und dessen zeitlose Aktualität auf die Bühne zu bringen, inszeniert Regisseur Nicolai Sykosch das gesamte Schauspielensemble im Großen Haus, das noch einmal Spielort für ganz großes Theater wird. Premiere ist am Samstag, 14. März um 19:30 Uhr.
Die hohe Politik feiert große Partys, während das Land für einen Krieg rüstet – ohnmächtig beobachtet von den Untertanen, darunter Prinz Hamlet. Wohin mit all der Wut gegen den neuen König, gegen die Ungerechtigkeit in der Welt? Lohnt sich ein Kampf gegen scheinbar übermächtige Gegner? Für die Figur Hamlet werden diese Fragen existentiell und mit jeder Inszenierung des Stücks Hamlet werden sie immer wieder aktualisiert und neu gestellt. So bringt auch Regisseurs Nicolai Sykosch eines der größten Stücke der Theatergeschichte auf die Bühne im Großen Haus des Theaters Trier – mit dem gesamten Schauspielensemble.
Die Welt des dänischen Kronprinzen Hamlet wird erschüttert, als ihm immer klarer wird, dass sein Vater nicht eines natürlichen Todes gestorben ist. Der Verdacht weist auf seinen Onkel als Mörder, der den Thron und die Liebe von Hamlets Mutter, der verwitweten Königin, für sich beansprucht. Mit einem Schlag sieht sich Hamlet eingewoben in ein Netz aus höfischen Intrigen, falschen Freunden und hinterhältigen Mordversuchen. Wie soll er mit dieser aus den Fugen geratenen Welt umgehen? Er beschließt, selbst „verrückt“ zu spielen, und dabei den Mord an seinem Vater zu rächen. So inszeniert der junge Dänenprinz ein Theaterstück, um mit den Mitteln der Kunst den Täter zu überführen.
Hamlet erzählt von der Ohnmacht des Einzelnen, der Macht der Kunst und dem Mut der Verzweifelten gegenüber arroganten Regierenden, gegen die nichts auszurichten ist. Und dennoch – eben sein oder nicht sein – rennt Hamlet an gegen die längst alles beherrschende Fäulnis im Staate Dänemarks. Seit über 400 Jahren wurde und wird er damit immer wieder aufs Neue Beispiel und Vorbild junger Menschen, mutiger Oppositioneller und Verzweifelter aller Arten – ein Stück zeitloser Aktualität universeller Gefühle. Dabei erzählt Hamlet ebenso viel vom Theater selbst und seinen Möglichkeiten. In Trier steht dafür das gesamte Schauspielensemble auf der Bühne im Großen Haus, die zum letzten Mal für lange Zeit Schauspielort für ganz großes, möglich machtvolles Theater wird.
Inszenierung: Nicolai Sykosch
Bühne: Anja Jungheinrich
Kostüme: Veronika Bleffert
Licht: Ernst Schießl
Dramaturgie: Nicole Berns
Musik: Hendrik Dingler
Fechtchoreografie: Fabian Broermann
Mit: Aicha Bracht, Patrick Nellessen, Klaus-Michael Nix, Harald Pilar von Pilchau, Giovanni Rupp, Yannick Sturm, Susanne Schieffer, Samuel Schrieffer, Eva Stempel, Joana Tscheinig, Barbara Ullmann, Stephan Vanecek
































