Le 1er web magazine spectacles | Grand Est transfrontalier
Das 1. Webmagazin der darstellenden künste | Grenzüberschreitende Region Grand Est

Wahre Freundschaft

Liebe, Treue, Freundschaft und Verrat – das alles sind starke Gefühle, die noch stärkere Gefühle hervorrufen können. Kaiser Titus jedoch beweist Sanftmut und Vergebung. 

Große Macht geht häufig mit großer Grausamkeit einher. La Clemenza di Tito ist ein (nicht historisches) Paradebeispiel, wie ein Herrscher großmütig zwischen persönlichen Streitigkeiten und Staatsangelegenheiten unterscheidet und Gnade walten lässt. Kein Wunder also, dass der Stoff von Metastasio, auf dem das Libretto dieser Oper basiert, rund 50 Mal vertont wurde. Die Version von Mozart war neben der Zauberflöte seine meistgespielte Oper im 19. Jahrhundert.
Kaiser Titus regiert das Römische Reich mit Sanftmut, Güte und Großmut, doch auch mit Gerechtigkeit und Durchsetzungsvermögen. Eigentlich ein guter Herrscher. Nichtsdestotrotz wird er von Vitellia, der Tochter des früheren Kaisers, um seine Macht beneidet. Sie manipuliert die Menschen um sie herum und bringt Sesto und Annio, zwei Freunde des Kaisers, dazu, an einem geplanten Aufstand teilzunehmen, um Titus zu stürzen und umzubringen. Doch alles geht schief. Vitellia ändert zwar im letzten Augenblick ihre Meinung, es ist jedoch bereits zu spät. Obwohl der Aufruhr gefahrlos für Titus verläuft, werden durch einige Missverständnisse nacheinander Annio und Sesto des Mordversuchs an Titus verdächtigt und als Aufrührer festgenommen. Die gerecht Strafe wäre der Tod – doch Vitellia plagen Gewissensbisse. Im Augenblick der Urteilsverkündung wirft sie sich dem Kaiser zu Füßen und übernimmt alle Schuld. Titus zeigt sich trotz des Verrats großherzig und vergibt allen. (R.S.) 

Musikalische Leitung: Gianluca Capuano, Dominic Limburg
Regie, Bühne & Kostüme: Patrick Kinmonth 

Mit

Tito Vespasiano: Cameron Becker
Tito Vespasiano: Jesus Garcia
Tito Vespasiano: Kammersänger Klaus Schneider
Vitellia: Katherine Broderick, Brigitte Christensen
Sesto: Dilara Baştar, Alexandra Kadurina
Servilia: Uliana Alexyuk, Agnieszka Tomaszewska
Annio: Kristina Stanek, Stefanie Schaefer
Publio: Renatus Meszar, Yang Xu

 

Foto © Felix Grünschloss


Etiketten:Kreation - Oper

WIR EMPFEHLEN AUCH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Currently Playing

Szenik auf Facebook