Dichter, erzähl uns eine Geschichte.
Offenbachs fantastische Oper kommt auf die Freiburger Theaterbühne! Inszeniert von Jean-Philippe Clarac und Olivier Deloeuil wird dabei nicht nur gespannt gefeixt, sondern die Frage nach dem Platz eines Dichters in unserer heutigen Zeit gestellt. Sozusagen: Offenbach 2.0.
Hoffmanns Erzählungen zählt zu den bekanntesten Opern Jacques Offenbachs. Der Dichter selbst, E. T. A. Hoffmann, der vielen durch Der Sandmann ein Begriff ist, steht hier im Mittelpunkt der Geschichte.
Zurückblickend auf so manch gescheiterte Liebelei und sein Herz augenblicklich an die Opernsängerin Stella verschenkend, findet sich Hoffmann in Mitten zahlreicher Studenten in einer Kneipe wieder. Es wird gezecht, gelacht, auf den Tisch gehauen. Das Stundenglas schreitet voran und der Dichter beginnt seinen lauschenden Trinkkumpanen abenteuerreiche Liebesgeschichten zu erzählen, in denen er zwar selbst die Hauptrolle spielt, allerdings jedes Mal als Verlierer hervorgeht. Dies verdankt er nicht weniger seinem Feind Lindorf, der in der Welt der Fantasterei und der Realität wahrhaft teuflisch agiert…
Das Kollektiv Clarac-Deloeuil > le Lab holt die Geschichte ins 21. Jahrhundert. Aus dem Teufel wird ein boshafter Politiker. Somit wollen sie die Frage stellen, wie ein Dichter heutzutage kritisch ins politische Feuer springen kann, ohne dabei sein Leben zu lassen. Darf alles auf der Bühne gesagt werden oder kann sich die Politik ein Vorrecht behalten, einzugreifen? Welche Macht hat das Wort, wenn es szenisch vorgetragen wird? Und, ist der Ausspruch wahr, handelt es sich tatsächlich um Bretter, die die Welt bedeuten?
Finden Sie es in Freiburg heraus und untersuchen Sie die Stellung der Dichtung in unserer heutigen Welt.
Musikalische Leitung: Fabrice Bollon
Regie, Bühne, Kostüme: Jean-Philippe Clarac
Künstlerische Mitarbeit: Olivier Deloeuil, Lodie Kardouss
Foto: Tanja Dorendorf































