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Acht Jahre nach der letzten Wiederaufnahme ist Janačeks berührendes Meisterwerk wieder in Stuttgart zu erleben. „Bieito macht das Drama sichtbar. Und zwar ganz brutal, aus dem Bauch heraus, mit unbändiger Kraft“, urteilte die Südwest Presse zur Premiere von Jenůfa im Jahr 2007. In ihrer rigiden Dorfgemeinschaft steht Jenůfa zwischen zwei Männern: Der eine verletzt sie körperlich, der andere seelisch, und schließlich tötet ihre Ziehmutter Jenůfas uneheliches Kind, fest davon überzeugt, damit alle Probleme zu lösen. In seiner packenden Inszenierung erzählt Calixto Bieito Janačeks Sozialdrama frei von aller osteuropäischen Folklore: Die Dorfgemeinschaft befindet sich mitten im unbarmherzigen Übergang zum postsozialistischen Kapitalismus, die Mühle wird zur Fabrikhalle: Unter grellen Neonlampen sollen sich hier Frauen eine bessere Zukunft erarbeiten – wie Maschinen. In dieser Welt scheint das Glück und die Liebe für Jenůfa unerreichbar. Und doch lässt Janaček ihr und uns am Ende den Glauben an Hoffnung und Vergebung. In der Titelpartie debütiert die Sopranistin Esther Dierkes.


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Etiketten:Leoš Janáček - Oper

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