Sonnenaufgang der Hahn gekräht, und ein weiterer entbehrungsreicher Arbeitstag beginnt für den Bauern, der aufgehört hat, sich zu fragen, wie es hinter der Weide wohl für ihn gelaufen wäre. Dort wird es schon wieder Frühling und die Äcker müssen bereitet werden für eine ertragreiche Ernte im Herbst, aber möglichst ohne Monokultur und chemische Dünger, die sich nicht mit der Idee des Miteinanders von Mensch und Natur über die Generationen hinweg vereinbaren lassen. Dort wird im nächsten Dorf ein Discounter gebaut, der die Milchpreise drückt, so wie die Bauerntochter die Schwere des familiären Erbes in Form von Haus und Hof. Dort droht das Eintreffen eines neuen Pächters mit dem Ende des Bauernhofs, wie wir ihn kennen, und irgendwo wird in der Dorfkneipe gesessen, und irgendwo holt der Fuchs ein Huhn und weil es schon immer so war, ist es nicht nötig, nach dem Zusammenhang zwischen all dem zu fragen.
Mit ihrem neuen Singspiel kehren Marthe Meinhold und Marius Schötz zurück ans STAATSTHEATER KARLSRUHE. In ihren Arbeiten lotet das Team den weit gefassten Begriff des Musiktheaters neu aus. Im Zentrum der Arbeit des Regieduos steht immer die Gruppe und das möglichst gleichberechtigte Miteinander hinter und auf der Bühne.
































