Liebe mich, auf ewig!
Goethes Die Leiden des jungen Werther stehen vermutlich auch in Ihrem Bücherregal. Die unvergessliche Opernadaptation von Jules Massenet kommt nun unter weiblicher Führung auf die Bühne der Straßburger Oper. Vorhang auf!
Diese Geschichte ist so unglücklich romantisch, dass die Türsteher an jedem Vorstellungsabend statt Programmheften Taschentücher verteilen sollten.
Es beginnt, wie es nun einmal beginnen muss. Der junge Werther verliebt sich in Charlotte. Diese ist allerdings bereits verlobt und wird in Kürze vor den Traualter treten. So verfliegt die Zeit…, doch die Gefühle des Alleingebliebenen brodeln immer noch in ihm. So schreibt er ihr, gibt seinen Gefühlen Namen und lässt jedwede Romantik durch die Tinte fließen.
Eines Tages sieht er sie wieder – eine fatale Begegnung, denn im Nu brechen seine Empfindungen wie aus einem Vulkan aus ihm heraus…
Eine zartbeseidete Musik, die in jeden Topf der Emotionspalette stippt und uns das Auf-und Ab der jungen Herzen nur zu sehr verdeutlicht. In Straßburg werden die Gemütsleiden des jungen Mannes allerdings aus weiblichen Augen betrachtet. So wird Ariane Matiakh, Dirigentin des Sinfonie-Orchester aus Mülhausen, die Herzenssprünge vom Orchestergraben aus nur so durch den Saal fliegen lassen, währenddessen die aus Berlin stammende Opernregisseurin Tatjana Gürbaca ihnen auf der Bühne einen Körper verleiht. Oh, du werte Romantik – die Stunde des Glanzes hat geschlagen!
Ariane Matiakh, musikalische Leitung
Tatjana Gürbaca, Inszenierung
Mit
Massimo Giordano, Anaik Morel, Régis Mengus, Kristian Paul, Jennifer Courcier, Loïc Féix, Jean-Gabriel Saint-Martin, Marta Bauzà, Stefan Sbonnik
Chor der Opéra national du Rhin
Petit chanteurs de Strasbourg – Maîtrise der Opéra national du Rhin
Orchestre symphonique de Mulhouse
Foto: Klara Beck
Bonus
Gespräch szenikmag mit Anaïk Morel [FR]
Gespräch szenikmag mit Ariane Matiakh [FR]
Auszug aus der Generalprobe































