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Zwischen Traum und Wirklichkeit

Mit Wanikan – Quoipaspeut entführt die Compagnie 4Hoog große und kleine Zuschauer in eine grenzenlose Fantasiewelt. Ein poetisches Tanzstück, in dem Realität und Traum aufeinandertreffen.

Der Ausgangspunkt des Projekts von Jelle Marteel war die Frage: Was passiert, wenn der Traum in das reale Leben hereinbricht? Wanikan – Quoipaspeut ist die Antwort des flämischen Regisseurs, eine schlichte Performance, die der Vorstellungskraft und Fantasie freien Lauf lässt. In einem Kokon, der aus wenigen Holzbrettern besteht, geben sich ein Junge und ein Mädchen einem seltsamen Tanz hin, während sie sich in den Ärmeln ihrer Pullover verheddern. Die Schauspieler Simon D’Huyvetter und Julie Kurris verkörpern dieses organische Erwachen, wobei getanzte Bewegungen die Worte ersetzen. Behutsam entdecken sie nach und nach die unbekannte Welt, die sie umgibt, und machen sich auf, den Anderen kennen zu lernen. Weit entfernt von konzeptuellen Erörterungen weckt das Stück der Compagnie 4Hoog das Interesse der Kinder an der Fantasie der Bühnenkunst und lädt die Größeren zur Kontemplation ein. Wanikan – Quoipaspeut ist ein Moment voller Zartheit, der irgendwo auf halbem Weg zwischen den Werken des österreichischen Künstlers Erwin Wurm und den Filmen von Michel Gondry angesiedelt ist. Eine abstrakte Welt entsteht vor den Augen des Zuschauers, der von der simplen Schönheit überwältigt wird. (C.T.)

Foto © Els Deventer


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