Irrwege
Etienne Saglio, einer der Meister der neuen Magie, mit einem Stück, in dem er das Leben und den Tod nachzeichnet…
Wir haben Etienne Saglio mit Le Soir des monstres entdeckt, ein Debüt am Scheideweg zwischen Objekttheater, Jonglage und neuer Magie. Ein einsamer Mann umgibt sich mit alten, leblosen Objekten, die dennoch offensichtlich eine Seele haben. Aber vielleicht befindet sich der Mann auch einfach selbst am Rande des Wahnsinns… Mit Les Limbes (deutsch: Die Vorhölle) erforscht Etienne Saglio den Zwischenraum, in dem, in der katholischen Region, die toten ungetauften Kinder umherirren. Sie sind beschmutzt durch die Erbsünde, verdienen weder Paradies, noch Hölle. Saglio erträumt hier das Leben nach dem Tod und fragt sich, welche Verbindung man zu seiner Vergangenheit und jene, die man lediglich bevölkert hat, unterhält. Denn die Trennung ist schwierig für die, die bleiben, der Tote muss sich auch an seinen Status gewöhnen. Um die ätherische, von Geistern bevölkerte Welt zu beschreiben, die eigentlich keine ist, setzt Saglio das Licht, die Musik, die Marionetten und die Magie ein. Er zeigt eine Illusion von großer Schönheit, die die Grenzen zwischen Traum, Leben und Tod verschwimmen lässt… (S.D.)































