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Doppelte Premiere am 10. Oktober: Mit der Komödie „Wir sind noch einmal davongekommen“ startet das Schauspiel in die Spielzeit und bespielt zum ersten Mal das neue Wechselwerk an der Tufa – offizielle Eröffnung der neuen Spielstätte ist gut eine Woche später am 18. Oktober. Thornton Wilders mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnetes Werk erzählt ein Stück Menschheitsgeschichte am Beispiel einer Vorstadt-Familie und blickt ironisch-skurril auf Kunst als Mittel, sich immer wieder neu zu erfinden. Gespielt wird „Wir sind noch einmal davongekommen“ en suite bis zum 7. November.

 

„Ich will doch nur die Möglichkeit haben, neue Welten aufzubauen“, heißt es einmal in „Wir sind noch einmal davongekommen“, Thornton Wilders skurriler Komödie um die Familie Antrobus. Dazu ist der kleine, parabelhaft für die Menschheit stehende Familienverbund auch gezwungen, denn sie müssen sich – zusammen mit ihrer Haushaltshilfe sowie zunächst auch Mammut und Dinosaurier – gegen Eiszeit, Sintflut und Weltkrieg behaupten. Mit viel Glück und unerschütterlichem Optimismus gelingt es gelingt es Familie Antrobus immer wieder, mehr oder weniger knapp davonzukommen und dann, ein paar Erfahrungen reicher, eben wieder neu anzufangen.

 

Thornton Wilder hat seine längst zum Klassiker avancierte Komödie 1942 kurz vor Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg geschrieben. Dem menschengemachten Wahnsinn seiner Gegenwart begegnet er auch humorvoll, indem er den banal wirkenden Familienalltag in die großen Krisen der Weltgeschichte einbettet.

mit scharfem Blick und viel Humor auf die Weltgeschichte herauszoomt. Die ist geprägt von lebensbedrohlichen Krisen einerseits, andererseits aber auch von einer unerschütterlichen Hoffnung. Regisseur Tanju Girişken, der sich nach „Der Fiskus“ nun einer klassisch-modernen Komödie widmet, bringt das absurde, komische und zutiefst menschliche Theaterspektakel mit wichtiger, vorsichtig optimistischer Botschaft auf die Bühne. Die Brüche in der Spielform ermöglichen immer wieder auch Raum für Selbstbeobachtungen, Kommentare und Reflexionen auf das Theater und die Kunst an sich , die wichtiger Teil der Überlebensstrategie dieser Menschheitsfamilie ist. Für das Stück erhielt Wilder 1943 den renommierten Pulitzerpreis und wurde für sein literarisches Schaffen 1957 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

 

Die vielschichtige Inszenierung dieses modernen Klassikers ist nur vom 10. Oktober bis zum 7. November im Wechselwerk zu sehen. Wegen des Interims stellt das Theater den Spielbetrieb ab dieser Spielzeit um. Die Stücke werden en suite gespielt. Nach der Dernière wird die Bühne des Wechselwerks schon umgebaut für die Science-Fiction-Komödie „Planet B“ unter der Regie von Manfred Langner, das am 21. November Premiere feiert.

 

Inszenierung: Tanju Girişken
Ausstattung: Lisa Chiara Köhler

Musik: Hans Könnecke

Video: Alireza Nesaei
Lichtdesign: Susanne Reinhardt

 

Mit: Aicha Bracht, Martin Geisen, Harald Pilar von Pilchau, Susanne Schieffer, Eva Stempel, Joana Tscheinig, Barbara Ullmann

www.theater-trier.de


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