Besser als ein Diskurs
Der israelische Tänzer und Choreograf Hillel Kogan behandelt das Thema der Ko-Existenz Israels und Palästinas in einer Ballettform für zwei Tänzer. Eine Mischung aus Talent und Provokation macht aus We love arabs ein Spektakel, welches auf gleicher Stufe mit offiziellen Diskursen steht.
Es braucht vermutlich einen Provokationssinn oder Überzeugungen, um ein Spektakel über die Ko-Existenz von Juden und Arabern in Israel zu kreieren. Hillel Kogan beweist, dass er nicht scheu ist. In We love arabs, seinem Stück für zwei Tänzer, kreuzt er Tanz, Humor und Theater um über ein Stück brandaktueller Aktualität zu sprechen.
In diesem Duo spielt er sich selbst, einen israelischen Choreografen, der einen arabischen Tänzer (Adi Boutros) anheuert, um ein „engagiertes“ Stück über Identität zu kreieren. Er schreitet schonungslos voran und öffnet dem Zuschauer die Türen zu ersten Probe, die zwischen rassistischen Klischees und Spitzen zwischen dem Choreografen und Tänzer schwankt. Doch dank des Tanzes, des Lachens… und des Humus, endet alles friedlich.
Text und Choreografie Hillel Kogan – Tänzer Adi Boutrous und Hillel Kogan
Foto: Gadi Dagon































