Frankreich verfügt über eine große Jazztradition, die die kulturelle Offenheit eines ehemaligen Kolonialreiches mit dem Bewusstsein eigener Wurzeln verbindet, auch und gerade im Jazz: Schließlich wurden Instrumente wie Saxofon oder Akkordeon einst in Frankreich erfunden. Und kaum eine europäische Jazznation kann so viele international erfolgreiche Musikerinnen und Musiker vorweisen wie Frankreich. Der Akkordeonist Vincent Peirani und der Saxophonist Émile Parisien sind dabei die aktuellen Protagonisten einer
Szene, deren ruhmreiche Vorfahren etwa Django Reinhardt, Stéphane Grappelli, Jean-Luc Ponty oder Michel Petrucciani heißen. Bei ihrem Konzert am Freitag, 5. Mai 2023 im Festspielhaus präsentieren sich die Solisten als Duo, treten mit einem Sextett (Parisien) und einem Trio (Peirani) auf – und teilen sich am Schluss des Konzertes mit allen Musikern die Bühne.
Vincent Peirani hat u.a. Filmmusik für Mathieu Amalric geschrieben und bildet mit dem gleichfalls prominenten Saxophonisten Emile Parisien ein „französisches Spitzenduo“ (3-sat-Kulturzeit). Die die beiden vielfach preisgekrönten Instrumentalisten sind nicht nur in Europa, sondern auch in den USA bekannt und beliebt, haben mit Kollegen wie Wynton Marsalis, Christian McBride, Johnny Griffin oder Bobby Hutcherson gespielt. In Deutschland haben sie sich mit Aufnahmen und Auftritten mit Joachim Kühn oder Michael Wollny hervorgetan. Darüber hinaus hegen und pflegen die beiden auch ihre individuellen Musikerpersönlichkeiten: Vincent Peiranis düster-druckvolles Trio präsentiert im Festspielhaus sein aktuelles Programm „Jokers“ und Èmilie Parisien gibt mit seinem im besten Sinne eklektischen und elektrischen Sextett „Louise“ zum Besten. Das i-Tüpfelchen setzt diesem Konzerterlebnis ein gemeinsamer Auftritt aller neun Mitspieler auf. Die Energie und Eleganz, die die beiden Franzosen und ihre kongenialen kosmopolitischen Mitstreiter dabei an den Tag legen und die ihre Fans im Festspielhaus bereits bewundern
konnten, versprechen Konzerte von allerhöchster Qualität und größtmöglicher
kreativer Freiheit.
































