Choreograf und Tänzer Mufutau Yusuf empfindet jeden Versuch, den oftmals gewaltvollen, bis heute währenden Projektionen der westlichen Welt auf Schwarze Menschen auf der Bühne gerecht zu werden, als Sackgasse. In seinem neuesten Tanzstück Impasse – das französische Wort für eben diese Sackgasse – zeichnet er gemeinsam mit Arbeitspartner Lukah Katangila mit markanten Bildern eine Versuchslandschaft in das selbst entworfene Bühnenbild, um die Politiken der Körper von Schwarzen Menschen in westlichen Gesellschaften erfahrbar zu machen. Sein kraftvoller Tanz lädt zum Nachdenken über die fragilen Grenzen von Sichtbarem und Unsichtbarem ein, über das Verhältnis zwischen Repräsentation und dem Nicht-repräsentiert-Sein, über Rassismus und Zugehörigkeit. Zugleich liest sich Impasse als Einladung, unsere eigenen Gedanken und Fragen in Sackgassen des Denkens hineintreiben zu lassen und zu beobachten, was passiert. Mit welcher Wucht werden sie zurückprallen?
- Tanz-Performance von Mufutau Yusuf. Deutsche Erstaufführung, Gastspiel
































