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Das STIMMEN-Festival bringt vom 18. Juni bis zum 12. Juli 2026 erneut internationale Musikgrößen und spannende Neuentdeckungen nach Lörrach. Im Zentrum stehen die Konzerte auf dem Marktplatz, im Burghof Lörrach sowie an weiteren Spielorten im Stadtgebiet.

Besonders die Marktplatzkonzerte vom 24. bis 28. Juni verwandeln das Herz der Stadt in eine große Open-Air-Bühne und machen Lörrach für einige Tage zum Treffpunkt für Musikfans aus der gesamten Region und darüber hinaus.

Vielfalt auf dem Marktplatz Lörrach

Für 2026 sind zahlreiche namhafte Acts angekündigt: Mit Foreigner kommt eine der prägenden Bands der Rockgeschichte nach Lörrach, während Capital Bra die aktuelle deutsche Rap-Szene repräsentiert. Die Indie-Band Giant Rooks steht ebenso auf dem Programm wie die Pop-Künstlerin Leony. Zum Abschluss der Marktplatzkonzerte sorgen die Donots & H-BLOCKX für ein kraftvolles Finale. Damit spannen die Marktplatzkonzerte auch 2026 einen musikalischen Bogen von Rockklassikern über Indie und Pop bis hin zu zeitgenössischem Deutschrap.

Auch abseits des Marktplatzes setzt das Festival auf aktuelle musikalische Positionen: Mit ok.danke.tschüss ist eine der derzeit spannendsten deutschsprachigen Indie-Pop-Bands im Burghof zu erleben. Die Gruppe verbindet eingängige Indie-Rock-Sounds mit pointierten Texten über Nähe, Überforderung sowie das Lebensgefühl einer jungen Generation.

Ein Schwerpunkt auf Klassik und Oper

Einen besonderen Schwerpunkt setzt das STIMMEN-Festival 2026 im Bereich Klassik, Vokalmusik und Oper. In der Kirche im Quadrat, der Stadtkirche Lörrach und im Burghof Lörrach entstehen Konzerterlebnisse, die musikalische Tradition mit neuen Erzählformen verbinden. So präsentiert das international renommierte Kammerorchester Basel gemeinsam mit den Sopranist:innen Emmanuelle de Negri und Bruno de Sá barocke Kantaten von Georg Friedrich Händel und macht dessen emotionale Klangwelt in historisch informierter Aufführungspraxis erlebbar. Die Camerata Vocale Freiburg widmet sich mit ihrem Programm „Exploration a-cappella“ einem vielschichtigen Repertoire zwischen Romantik, Impressionismus und zeitgenössischer Chormusik und zeigt die ganze Bandbreite moderner Vokalkunst. Die Sängerin Gerda Iguchi zeigt in ihrem Programm „Wesendonck Synthetisch“, wie Wagner-Liedern auf völlig neuartige Art und Weise erlebbar gemacht werden können. Mit dem Ensemble Latvian Voices ist zudem eines der spannendsten europäischen A-cappella-Ensembles zu Gast. In ihrem Programm „Timeless“ verbinden die Sänger:innen baltische Volksmusik, geistliche Werke und moderne Arrangements zu einem Konzertabend zwischen kulturellen Wurzeln und Gegenwart. In einem Workshop geben die Musiker:innen Einblicke in traditionelle lettische Gesangstechniken und zeigen, wie Volkslieder als Grundlage für Vokalimprovisation und moderne Arrangements genutzt werden können.

Auch das Genre Oper erhält 2026 einen besonderen Stellenwert. Bei Opera re:told wird Mozarts „Zauberflöte“ in einer innovativen Form neu in Szene gesetzt: Statt klassischer Operninszenierung stehen Erzählung, unmittelbare Dramaturgie und die kammermusikalische Kraft eines Bläserensembles im Mittelpunkt. Ergänzt wird das Programm durch die Operngala „Lippen schweigen, ’s flüstern Geigen“ der Compagnia Nuova, die berühmte Arien aus Oper und Operette von Verdi, Puccini, Wagner, Johann Strauss II und Lehár in einem intimen kammermusikalischen Rahmen präsentiert.

Einen weiteren besonderen Akzent setzt das Konzertprojekt „pink mountain sagas“ von Buechi/Hellmüller/Jerjen feat. Adrian Würsch, Andreas Gabriel und Luciana Brusa. Ausgangspunkt des Programms sind Schweizer Sagen und Klangwelten, die zwischen Jazz, Songwriting, experimenteller Volksmusik und internationalen Einflüssen neu interpretiert werden. Schwyzerörgeli und Geige treffen dabei auf eine moderne, offene Klangsprache und schaffen einen atmosphärischen Dialog zwischen Herkunft, Erinnerung und Gegenwart.

Afrikanische Musik im Fokus 

Darüber hinaus setzt das Festival 2026 verstärkt auf internationale kulturelle Verbindungen und globale Perspektiven. In Kooperation mit der Kunstmesse Africa Basel entstehen besondere Programmpunkte, die Musik, gesellschaftlichen Austausch und kulturellen Dialog miteinander verbinden. Den Auftakt – sowohl für die Kooperation als auch für das STIMMEN-Festival selbst – gestaltet die ivorische Sängerin Dobet Gnahoré, die mit ihrem aktuellen Album „Zouzou“ westafrikanische Rhythmen, Afro-Pop und urbane Sounds vereint und zugleich gesellschaftliche Themen in den Mittelpunkt rückt. Am darauffolgenden Abend ist mit dem südafrikanischen Thanda Choir ein Ensemble zu erleben, das afrikanische Chormusik, Gospel und moderne Arrangements verbindet. Die Zusammenarbeit mit Africa Basel erweitert das Festivalprogramm damit bewusst um Stimmen und Perspektiven des afrikanischen Kontinents und unterstreicht den internationalen Charakter des STIMMEN-Festivals als Ort kultureller Begegnung. Der Auftritt des legendären Orchestra Baobab rundet diesen programmatischen Schwerpunkt ab.

Neue Programmschiene „STIMMEN ohne Grenzen“ 

Fester Bestandteil des STIMMEN-Festivals ist zudem nicht nur der Tag des internationalen Amateurgesangs „Lörrach singt!“, sondern auch die Zusammenarbeit mit anderen Lörracher Kultureinrichtungen. Dazu zählen dieses Jahr die beiden Konzerte mit Luas und dem CuaTrio im Nellie Nashorn sowie die Kooperation mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Lörrach. Letztere schlägt zugleich die Brücke zu einer neuen Programmschiene des STIMMEN-Festivals: „STIMMEN ohne Grenzen“ bietet einen Rahmen für gesellschaftlichen Dialog und politischen Diskurs. Den Auftakt gestaltet der Philosoph und ehemalige

Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin mit seinem Vortrag „Wie kommen wir aus der Demokratiekrise in Zeiten des Epochenbruchs?“. Im anschließenden Gespräch trifft Nida-Rümelin auf den Basler Soziologen Ueli Mäder, der die Debatte um Fragen sozialer Ungleichheit, Teilhabe und regionale Perspektiven im Dreiländereck erweitert. Moderiert wird der Abend von Lars Frick, Leiter des Fachbereichs Kultur & Tourismus der Stadt Lörrach, und Burghof-Intendant Timo Sadovnik.

Mit dem Workshop „Sprechen & Zuhören“ schafft STIMMEN zudem einen Raum für Austausch. Jugendliche und junge Erwachsene aus Lörrach, darunter Mitglieder und Akteur:innen aus dem Umfeld des Jugendrats, treffen auf kommunalpolitische Mandatsträger:innen und diskutieren aktuelle gesellschaftliche und politische Themen.

 

Infos zu allen Programmpunkten gibt es unter stimmen.com.

 


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