Herbstritual
Das Festival Scènes d’Automne ist mittlerweile zu einem Ritual geworden. Jedes Jahr im Herbst präsentiert es Arbeiten etablierter Theaterkompanien des Großregion. In diesem Jahr sind Simon Delétang, Thibaut Wenger, Charlotte Lagrange, Mathias Moritz und andere Bühnenperlen der elsässischen Bühne mit dabei, um uns in die richtige Stimmung des Saisonbeginns zu bringen.
12 Kompanien und freie Künstler stehen in dieser Ausgabe auf dem Programm, darunter La Nuit Américaine von Yordan Goldwasser, das Théâtre du Peuple – Maurice Pottecher unter der Leitung von Simon Delétang, La Compagnie des Heures Paniques von Maud Galet-Lalande. Über einen Monat lang werden ihre Werke auf fünf verschiedenen Bühnen des Oberrheins präsentiert. Durch das Aufzeigen eines dynamischen Panoramas der aktuellen Theaterszene hat sich das Festival d’Automne einen Namen gemacht. In den kommenden Wochen werden die Kreativität und die Gedanken der Künstler sich dafür einsetzen, unsere Liebe zur Entdeckung der Bühne zu bestärken.
Simon Delétang präsentiert seine Interpration des Lenz – einem Stück, welches er bereits in diesem Frühjahr in verschiedenen Orten der Vogesen aufgeführt hat; Charlotte Lagrange erzählt eine persönliche Geschichte über eine Frau auf der Suche nach Freiheit; Thibaut Wenger zeigt eine herrliche Inszenierung eines Klassikers von Marivaux; die Compagnie Moska stellt buchstäblich die Welt Kopf; Mathias Moritz adaptiert Dantons Tod von Georg Büchner; Cristiano Nocera und Marie Salomé Iffrig sprechen mit uns über unseren Kontinent in ihrem Stück „Ntoni’…
Der Reichtum der Klassiker begegnet den sich Gedanken machenden Theaterkünstlern von Heute. Das verspricht so manches! Zu sehen gibt es all die Werke in der Filature in Mulhouse, der Comédie de l’Est in Colmar, dem Créa in Kingersheim, dem Espace 110 in Illzach und dem Espaces culturels in Thann Cernay.
Weitere Informationen
- Auf szenik
- La seconde surprise de l’amour, eine Inszenierung von Thibaut Wenger, am 30.11.2018 um 20H30 im Espaces Culturels Thann-Cernay
- Un homme, eine Inszenierung von Gaël Laveugle, am 5.12 um 20H00 und am 6.12 à 19H00, La Filature
La sélection Szenik :
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Désirer tant
Von C. Lagrange, am 7. und 9.11 um 20H00, am 8.11 um 19H00, La Filature Charlotte Lagrange inspiriert sich vom Leben ihrer Großmutter, um ein Stück über den Einfluss der Geschichte in unser privates Leben zu kreieren. Alles beginnt im Jahr 1922 in Vieux-Thann. Ihre Großmutter, die bei ihrem gewalttätigen Vater lebt, tritt in den Pflichtarbeitsdienst ein... Der Zweite Weltkrieg bricht aus; sie flieht und heiratet einen jüdischen Mann in Paris. Die Ereignisse der Epoche finden ihren Weg in das Leben vieler Menschen und bilden ihre Zukunft (oder setzen ihr ein Ende). Désirer tant gleicht einem Familienalbum und persönlichen Geschichten, die vor unseren Augen auferstehen. Foto: Valentine Alaqui
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Ton beau capitaine
Von Maud Galet-Lalande, Cie Les Heures Paniques, am 10.11 um 20H00, im Espace 110, Ilzach Eine sehr berührende Geschichte, die beim diesjährigen Festival d'Avignon alle überzeugt hat. Wilnor ist ein Imiigrant, dessen Frau immer noch in ihrem Heimatland lebt. Sie senden sich regelmäßig Hörkassetten, um ihre Beziehung aufrecht zuerhalten. Was mit einem Lächeln und Hoffnung beginnt, wandelt sich bald in zwei von einander getrennte, leidende Herzen um. Hier der Trailer. Foto : Nicolas Helle
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Face Cachée
Compagnie EquiNote, Inszenierung von Arnault Mougenot, am 30.11 um 20H00, am 1.12 um 14H30, am 2.12 um 16H00, Espace 110 Illzach Ein Spektakel für die ganze Familie. "Face Cachée" öffnet uns die Türen einer Bar, die regelmäßig von vier Schauspielern und fünf Pferden aufgesucht wird. In einer Stimmung aus Rock und Poesie knüpfen die Künstler und Tiere ein brüderliches Band und stellen Fragen zu unserem Handeln, dem Loslassen und Freisein. Hier der Trailer! Foto: Alain Kaiser































