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Thomas Ostermeier durchläuft die Geschichte der französischen Arbeiterklasse

Thomas Ostermeier präsentiert die französische Version seiner Inszenierung des Textes Retour à Reims des Soziologen Didier Eribon. Geschichte, Politik und eine Autobiografie vermischen sich zu einem Nachdenken über aktuelle Geschehnisse und unser eigenes Leben. 

Wir befinden uns in einem Aufnahmestudio. Eine Schauspielerin liest aus dem Text Retour à Reims von Didier Eribon vor. Der Regisseur sitzt im Aquarium, hört zu. Auf einer Leinwand sehen wir den Soziologen und Autoren, seine Mutter, Bilder aus vergangenen und heutigen Tagen in Reims. Film und Wort verschwimmen ineinander; Bruchstücke der Autobiografie des Autors nehmen Gestalt an.

Nach und nach erfahren wir von seinem persönlichen Zwiespalt zwischen seiner Kindheit im Arbeitermilieu und seinem Erwachsenendasein, in der Großstadt, als angesehener, homosexueller Philosoph. Kann erstere ausgeblendet werden oder ist sie stets ein stiller Begleiter? Durch die Straßen seiner Erinnerungen wandelnd, stellt er sich zugleich Fragen über das Verschwinden der Arbeiterklasse, ihre politischen Ansichten, ihr Fall in den Rechtsextremismus. Wie kam es nur dazu? Wie ist dies zu erklären?

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Autobiografie und Politik mischend (wobei wir wieder bei der Frage des Einflusses der Geschichte auf das persönliche Leben sind), stimmen die Schauspieler in den Text ein und stellen ihn in Bezug zu aktuellen Geschehnissen.

Thomas Ostermeier inszenierte dieses geschichtsträchtige und zugleich persönliche Nachdenken bereits 2017 in einer deutschen Version an der Berliner Schaubühne. Nun präsentiert er das französische Pendant, dessen Aktualität unsere Ohren klingeln lässt und in dessen Text sich so mancher wiederfinden kann.

Interview szenikmag mit dem Schauspieler Cédric Eeckhout, ebenfalls auf unserem YouTube-Kanal zu sehen (FR)


BESETZUNG

Nach dem gleichnamigen Buch von Didier Eribon (Fayard, 2009)
Inszenierung Thomas Ostermeier
In einer Version der Schaubühne Berlin

Mit Cédric Eeckhout, Irène Jacob, Blade Mc Alimbaye

Bühne & Kostüme Nina Wetzel
Musik Nils Ostendorf
Ton Jochen Jezussek
Dramaturgie Florian Borchmeyer, Maja Zade
Licht Erich Schneider
Film-Regisseur Sébastien Dupouey & Thomas Ostermeier
Kamera Marcus Lenz, Sébastien Dupouey & Marie Sanchez

Schnitt Sébastien Dupouey
Tonaufnahme Peter Carstens & Robert Nabholz
Musik Nils Ostendorf
Ton Jochen Jezussek
Archiv-Recherche Laure Comte & Bagage (Sonja Heitmain, Uschi Feldges)

 


 

Foto: Mathilda Olmi


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