PRIVILEGION
a dance piece about f*cked up beliefs
Nein, wir sind nicht ALLE! Ignoranz und Maßlosigkeit statt Verantwortung und Demut, Ausbeutung und Abschottung statt Humanität und Solidarität, wir im sogenannten Globalen Norden wissen um die Zusammenhänge und leben dennoch so weiter, wie bisher.
PRIVILEGION ist nach HOW SOON IS NOW? (2022) die zweite Tanzproduktion von DAGADA dance (Künstlerische Leitung: Karolin Stächele) im Rahmen einer mehrjährigen Auseinandersetzung des Ensembles mit den apokalyptischen Krisen unserer Zeit. Fünf junge Tänzer:innen aus verschiedenen Ländern – mehr oder weniger privilegiert – treffen in einem leeren Raum aufeinander. Zwischen Anmaßung und Ohnmacht tanzen, zelebrieren und kämpfen sie um vermeintliches Eigentum, Rechte und Wahrheiten. Sie danken dem Kapitalismus für ihren Wohlstand wohl wissend, die Ausbeutung anderer billigend in Kauf zu nehmen. Sie wüten auf den Kapitalismus, denn als Künstler:innen sind sie gefangen im Schein der neoliberalen Kunstwelt, in einem ansonsten prekären Leben. Warum noch tanzen? Weil sie es lieben, weil sie hier leben, weil… sie eine Zukunft haben wollen. Aber es braucht Mut, den Widerstand zu erproben.
PRIVILEGION ist eine performative Ansage an einen imperialen Lebensstil, an UNS!
DAGADA dance kooperiert seit 2022 mit dem Käte Hamburger Institut für Apokalyptische und Postapokalyptische Studien der Universität Heidelberg (CAPAS). Gemeinsam haben sie zu den Aufführungen ein Rahmenprogramm entwickelt, bestehend aus Fachvorträgen an der Universität Freiburg, offenen Tanzworkshops zum Thema »Eigentum und Gerechtigkeit«, moderierten TALKs & DRINKS mit wissenschaftlichen Gästen und einer großen Gesprächstafel mit Wein und Häppchen, dem open TALK am TABLE.
































