Jahreszeiten haben einen Körper
Die neueste Inszenierung von Camille Mutel gehört zu einem Zyklus mit dem Titel La Place de l’autre (Der Platz des Anderen). Angefangen mit dem intimen, minimalistischen Solo Not I, das die Ausarbeitung eines Stilllebens inszeniert, hinterfragt diese Tetralogie den Gestus als das, was einen mit dem Anderen im Lauf der Jahreszeiten verbindet. Die Choreographin hat dieses Mal ein männliches Duo gewählt, um ihr Herbststück zu entwickeln, die Übergangszeit des Ersterbens vor dem Wiederaufblühen. Sie lässt sich von den warmen Farben, vom Schönen und möglicherweise Erleichterndem im Verlust inspirieren. Camille Mutel konzentriert ihre Suche auf die Art, wie sich am Leben erhalten fast unweigerlich den Tod anderer Arten bedeutet, und interessiert sich besonders für den Vorgang des Tötens, um sich zu ernähren. Dazu ist sie in Dörfern auf die Suche gegangen, hat die Bewohner getroffen und Rituale entdeckt, die oft zum ländlichen Brauchtum gehören. Indem sie eine Distanz zu diesen Vorgängen schafft und sie verwandelt, zeigt sie einen kraftvollen choreographischen Akt, der von der gegenseitigen Abhängigkeit zwischen den Systemen des Lebenden zeugt, und offenbart ihre ästhetische Kraft.
Im Carreau de Forbach
Ohne Worte
Blickaufwärumung am 05.04. um 18:30
Camille Mutel gibt ihnen mit einer einfachen Übung die Schlüssel der Aufführung.
Dauer 30 Minuten
In Französisch, übersetzt ins Deutsche
Kostenlos auf Reservierung des Tickets unter
billetterie@carreau-forbach.com / +33 (0)3 87 84 64 34
Gespräch nach der Aufführung mit Camille Mutel und dem künstlerischen Team.
In Französisch, übersetzt ins Deutsche
































