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Schwindelerregende Eifersucht

Heimlichtuerei ist der Schlüssel dieser Oper. Er öffnet die Tür zu einer Sintflut gewaltiger Gefühle, verblutenden Herzen und ist doch ein Meisterwerk.

Verdi hatte sich zur Ruhe gesetzt und war entschlossen, keine Kompositionen mehr zu Papier bringen zu wollen. Als jedoch die Brieftauben die Geschichte Otellos in die Stube brachten, war der Komponist buchstäblich Feuer und Flamme. Jedoch sollte die Welt nichts von seiner neuen musikalischen Dichtung, bis zur Premiere, erfahren. 1887 uraufgeführt, wurde diese Oper zu einem seiner größten Erfolge… Für den einen ein Triumph, lässt diese Geschichte den Bühnenhelden allerdings eine den Atem stockende Tragik durchleben. Durch Neid und Missgunst wird der Verstand Otellos, dem aus dem Krieg zurückkommenden General, mit Lügen auseinandergerissen. Jago, dem der militärische Erfolg Otellos wie ein Dorn ins Auge sticht, versucht ihn mit allen Mitteln zu Fall zu bringen. Die liebende Ehefrau Desdemona wird für seine intriganten Pläne zu einer Schachfigur, die ihren Mann auslöschen soll. Betrug, Hinterhalt, Rache – sie kreieren eine vergiftete Welt mit scharfen Dolchen. Um das Blut an diesem Abend noch mehr zum Wallen zu bringen, übernimmt die Hauptrolle niemand geringeres als José Cura, ein Tenor, welcher der dramatischen Erschütterung Otellos, jedem Ohrenpaar und jeder schluchzenden Träne auf höchstem Niveau und bis zum letzten Atemzug gerecht werden kann. Mögen die Tragik der Geschichte und die aufbrausende Musik auch Ihr Herz erobern. (J.L.)

Mit
Paolo Arrivabeni, musikalische Leitung
Stefano Mazzonis di Pralafera, Inszenierung
Pierre Iodice, Chorleiter
José Cura, Otello
Cinzia Forte, Desdemona
Pierre-Yves Pruvot, Jago
Guilio Pelligra, Cassio
Alexise Yerna, Emilia
Roger Joakim, Lodovico
Papuna Tchuradze, Roderigo
Patrick Delcour, Montano
Marc Tissons, Araldo 

Foto: José Cura © Zoé Cura


Etiketten:Oper

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