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Trara

Der Name des urigen Schweizer Sextetts lässt uns ahnen, dass es irgendwie vom Dadaismus geprägt ist. Was er uns weniger verrät, ist der Einfluss westafrikanischer Musik. Eine fröhliche und unbeschwerte Musik.

Es ist Krise. Die Nachrichten sind entmutigend: Geiselnahmen, Entführungen, Kriege… Die Lösung? Legen Sie eine Platte des Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamps ein und schon fühlen Sie sich besser… Vermutlich haben Sie jetzt das Bild einer Blaskapelle vor Augen, die wild drauflos trötet, ohne festes Ziel vor Augen. Aber da täuschen Sie sich. Denn, lieber Leser, das Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp weiß ganz genau, wohin es schreitet. Angeführt von Kontrabassist Vincent Bertholet trifft es auf seinem groovigen Weg auf afrikanische Musik, Noise, Rock und Pop. Eine ganze Menge, werden Sie jetzt sagen. Ja, aber warum nicht? Ihr letztes Album Rotorotor, das fast nur einhelliges Lob einheimste, enthält zwar viele Instrumente, aber offenbart auch großes Feingefühl, ja sogar eine Schlichtheit, die bei einem so ellenlangen Bandnamen überrascht. 
Der Funky-Sound, getragen von afrikanischen Stammesrhythmen und einer zarten, manchmal sogar zaghaften Stimme, wird von John Parish produziert, einem treuen Gefährten von PJ Harvey. Eine charmante Platte für trübselige Tage, die garantiert die Stimmung hebt. Ein unverzichtbarer Live-Auftritt voller Rhythmusgefühl, Unfug und Energie zur Begrüßung des bevorstehenden Sommers. (C.B.)

Das Konzert wird vom Verein Komakino veranstaltet

Albumkritik über Rotorotor auf brokensilence.de
Porträt der Band

BONUS
Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp spielt Slide

 

 


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